5. Promotionsordnung für die philoſophiſche Fakultät.
§ 6.
In einem beſonderen Schriftſtück hat der Bewerber anzugeben: welche Hilfsmittel er bei der Abfaſſung ſeiner Diſſertation benutzt; ob und von wem er Beihilfe genoſſen; ob und wo er die Di ſſer⸗ tation ſchon zu einer Begutachtung, ſei es zur Promotion, ſei es zu einer Staatsprüfung, eingereicht hat. Am Schluß dieſes Schrift⸗ ſtückes iſt folgende„Verſicherung an Eidesſtatt“ wörtlich hinzu⸗ zufügen:
„Ich verſichere an Eidesſtatt, daß ich meine Angaben über
die bei Abfaſſung meiner Diſſertation berdutzten Hilfsmittel,
über genoſſene Beihilfe, ſowie über jeichers Begutachtung meiner Diſſertation nach beſtem Wiſſen vollſtändig und der
Wahrheit Anſprechend gemacht habe.“
Die Verſicherung iſt mit Datum und Namensunterſchrift zu verſehen. S 7.
Die Meldung geſchieht durch ein ſchriftliches Zulaſſungsgeſuch an die Fakultät*). In dem Geſuch ſind die gemäß§ 3 gewählten Prüfungsfächer anzugeben.
Mit dem Geſuch ſind zu überreichen: ein in deutſcher Sprache abgefaßter Lebenslauf, die Zeugniſſe über den Bildungsgang, die Diſſertation, die eidesſtattliche Verſicherung zur Diſſertation. Die Fakultät kann außerdem Zeugniſſe über die Stellung und die Führung des Bewerbers verlangen.
Wird ein Zulaſſungsgeſuch im letzten der erforderlichen Studien— ſemeſter eingereicht, ſo darf es im Sommerſemeſter nicht vor dem 1. Auguſt, im Winterſemeſter nicht vor dem 1. März der Fakultät vorgelegt werden.
S
§ 8.
Zum Zweck der Beſchlußfaſſung der Fakultät über die Zu— laſſung des Bewerbers müſſen die Akten bei den Mitgliedern in Umlauf geſetzt werden. Während der Ferien darf nur Beſchluß gefaßt werden, wenn alle Mitglieder anweſend ſind.
(Zuſatz vom 4. Juli 1904.) Bewerbungen auf Grund von § 2 Abſatz 3 gelten für abgelehnt, wenn der Vertreter des Haupt⸗ fachs und ein weiteres Mitglied des Prüfungskollegiums gegen die Zulaſſung ſtimmen.
Erklärt die Fakultät ſich für die Zulaſſung, ſo werden, gemäß den Beſtimmungen des Univerſitäts⸗Statuts, die Akten dem Rektor und dem Kanzler der Landes⸗Univerſität vorgelegt. Jeder derſelben iſt befugt, gegen die Zulaſſung Einſpruch zu erheben, wenn die vorſtehenden Bedingungen nicht erfüllt ſind oder ſonſt Bedenken vorliegen.
*) Das Geſuch iſt nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 mit Stempel⸗ marken für 1,50 Mark zu verſehen.


