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4. Die Ausübung der bürgerlichen und peinlichen Gerechtigkeitspflege in erſter, und, wo die Beſitzung groß genug iſt, in zweiter Inſtanz, der Forſtge⸗ richtsbarkeit, Ortspolizei und Aufſicht in Kirchen⸗ und Schulſachen, auch über milde Stiftungen, jedoch nach Vorſchrift der Landesgeſetze, welchen ſie, ſo wie
ie Feſtſellun der Militairverfaſſung und der Oberaufſicht der Regierungen über jene Zuſtän⸗
rreingkon digkeiten, unterworfen bleiben.
Artikeln ent⸗ Bei der näheren Beſtimmung der angeführten Befugniſſe ſowohl, wie
e Kraft haben überhaupt und in allen übrigen Punkten, wird zur weiteren Begründung und Feſtſtellung eines in allen teutſchen Bundesſtaaten übereinſtimmenden Rechts⸗
ht eine Volks zuſtandes der mittelbar gewordenen Fürſten, Grafen und Herren, die in dem
Betreff erlaſſene königlich baieriſche Verordnung vom Jahre 1807 als Baſis und Norm unterlegt werden.
Dem ehemaligen Reichsadel werden die sub No. 1 und 2 angeführten Rechte: Antheil der Begüterten an Landſtandſchaft, Patrimonial⸗ und Forſt⸗
en verwandten us eine ſolche ſſten Gerichtes
leichen Geriht gerichtsbarkeit, Ortspolizei, Kirchenpatronat, und der privilegirte Gerichtsſtand Ferigen Eigr zugeſichert. Dieſe Rechte werden jedoch nur nach Vorſchrift der Landesgeſetze 4 en ausgeübt. ſtrecken. ſenten ni In den durch den Frieden von Lüneville vom 9. Febr. 1801 von Teutſch⸗ ander über die land abgetretenen und jetzt wieder damit vereinigten Provinzen werden, bei Anwendung der obigen Grundſätze auf den ehemaligen unmittelbaren Reichsadel, ien Gerichen diejenigen Beſchränkungen Statt finden, welche die dort beſtehenden beſonderen 4 Iltten auf eine Verhältniſſe nothwendig machen.. 38 Endurtheils Art. 15. Die Fortdauer der auf die Rheinſchifffahrtsoctroi angewieſenen directen und ſubſidiariſchen Renten, die durch den Reichsdeputationsſchluß vom ihe Verfäffung 25. Februar 1803 getroffenen Verfügungen in Betreff des Schuldenweſens und feſtgeſetzter Penſionen an geiſtliche und weltliche Individuen, werden von
dem Bunde garantirt. or gewordenen
gegenwärtgen Die Mitglieder der ehemaligen Dom⸗ und freien Reichsſtifter haben die
1 ts de Befugniß, ihre, durch den erwähnten Reichsdeputationsſchluß feſtgeſetzten Pen⸗
Nechtszuſand ſionen ohne Abzug in jedem mit dem teutſchen Bunde im Frieden ſtehenden Staate verzehren zu dürfen.
den Bekennern dieſes Glaubens, bis dahin, die denſelben von den einzelnen
trirpflchtigit Bundesſtaaten bereits eingeräumten Rechte erhalten.
ceſtoweniger zu Die Mitglieder des teutſchen Ordens werden ebenfalls, nach den in dem en das Recht Reichsdeputationshauptſchluſſe von 1803 für die Domſtifter feſtgeſetzten Grund⸗ 1 Leiffe verbleit ſätzen, Penſionen erhalten, inſofern ſie ihnen noch nicht hinreichend bewilligt an dem Staate, worden, und diejenigen Fürſten, welche eingezogene Beſitzungen des teutſchen privilegirteſte Ordens erhalten haben, werden dieſe Penſionen nach Verhältniß ihres Antheils 6
sung. an den ehemaligen Ordensbeſitzungen bezahlen. Familien und Die Berathung über die Regulirung der Suſtentationskaſſe und der Pen⸗ 3 ewerden, oͤrr ſionen für die überrheiniſchen Biſchöfe und Geiſtlichen, welche Penſionen auf örtem Genuſe die Beſitzer des linken Rheinufers übertragen werden, iſt der Bundesverſamm⸗ dl Regierungs⸗ lung vorbehalten. Dieſe Regulirung iſt binnen Jahresfriſt zu beendigen; bis dahin wird die Bezahlung der erwähnten Penſionen auf die bisherige Art
rüch begrif[en: fortgeſetzt. au dem Bunde Art. 16. Die Verſchiedenheit der chriſtlichen Religionsparteien kann in 3 vehmen. den Ländern und Gebieten des teutſchen Bundes keinen Unterſchied in dem 4 ſung die 8 Genuſſe der bürgerlichen und politiſchen Rechte begründen. zzefugni 4 Die Bundesverſammlung wird in Berathung ziehen, wie auf eine möglichſt verftgunged übereinſtimmende Weiſe die bürgerliche Verbeſſerung der Bekenner des jüdiſchen vichſten r. ſe Glaubens in Teutſchland zu bewirken ſei, und wie inſonderheit denſelben der derden m ſen Genuß der bürgerlichen Rechte, gegen die Uebernahme aller Bürgerpflichten, 1 Fälee ni in den Bundesſtaaten verſchafft und geſichert werden könne. Jedoch werden 4


