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in ein gemeinſchaftliches Sielſyſtem bedingt ſind. Je kleiner die Wienae der zu reinigenden Abwäſſer iſt, je weniger verdünnt und je d gleichmäßiger ſie in Quantität und Qualität ſind, um ſo leichter, ſicherer und billiger wird ſich der ddordenn Grad der Reinigung erzielen laſſen. Allerdings wird ja bei Wahl des Trennſyſtems der Lahn ſowohl wie der Wieſeck ſchon im Bereiche der Stadt eine nicht unbeträcht⸗ liche Menge von Schmutzſtoffen auch von den Straßen, den Dächern und mindeſtens einem Teil der Höfe durch die Regenwaſſer⸗Kanäle zufließen; hier handelt es ſich aber um Verunreinigungen, die an Bedenklichkeit, wie ich wohl nicht weiter auszuführen brauche, weit zurückſtehen hinter dem Inhalt der Schmutzwaſſerkanäle, um Ver⸗ unreinigungen, die übrigens auch bei dem gemeinſamen Syſteme wegen der Not⸗ wendigkeit der Regenausläſſe den Waſſerläufen im Bereiche der Stadt nicht ganz erſpart bleiben würden.
Ob und welche finanziellen Vorteile die Wahl des Trennſyſtems bezüglich der Baukoſten im Gefolge haben wird, läßt ſich zurzeit nicht genügend überſehen. Einen gewiſſen Anhaltspunkt gewähren in dieſer Beziehung die ſchon erwähnten in England gemachten günſtigen Erfahrungen, ferner das angeführte Beiſpiel von Steglitz, die Berechnungen des Herzberg'ſchen Projektes gegenüber dem Lindley'ſchen (Erſparnis von ca. 25%) und die bei der kürzlich beſchloſſenen Trenn⸗Kanaliſation des Hamm zu erwartenden Erſparniſſe.(Während bei Ausführung des Lindley'ſchen Projektes für das Hamm 81 500 ℳ aufzuwenden geweſen wären, beläuft ſich der nach dem Trennſyſtem aufgeſtellte Voranſchlag des Stadtbauamtes auf 41 900 ℳ bis 49 500 ℳ)
Für die tief gelegene Altſtadt iſt das kombinierte Schwemmſyſtem vorzuziehen.
In dem Lindley'ſchen Plane für die Kanaliſation Gießens nach dem kom⸗ binierten Schwemmſyſtem liegt ein vortrefflich durchgearbeitetes Projekt vor. Das Gleiche läßt ſich bezüglich der Kanaliſation nach dem Trennſyſtem nicht ſagen. Der um eine bezügliche gutächtliche Aeußerung erſuchte Baurat Herzberg hat ſich vielmehr darauf beſchränkt, die Vorzüge, welche das Trennſyſtem für Gießen haben würde ſowie die Durchführbarkeit des Syſtems in unſerer Stadt kurz darzulegen und eine vorläufige Koſtenberechnung aufzuſtellen, von der er ſagt, daß ſie bei der ſpeziellen Bearbeitung des Projektes vielleicht als zu hoch, ſicher aber nicht als zu niedrig ge— griffen ſich herausſtellen würde. Wie ſchon erwähnt iſt, würden ſich nach dieſer Berechnung die Baukoſten um 25% niedriger ſtellen als nach dem Lindley'ſchen Projekt. Herzberg iſt zu der Ueberzeugung gekommen, daß die getrennte Abführung der Regenniederſchläge in die offenen Waſſerläufe nur im Bereiche des ca. 2,5 Hektar großen, am tiefſten gelegenen Altſtadt-Teils gewiſſe Schwierigkeiten machen werde, daß dieſe Schwierigkeiten aber auch hier verhältnismäßig leicht zu überwinden ſeien.
Der von Herzberg projektierte Haupt⸗ Regenwaſſerkanal der inneren Stadt ſoll, in der tiefſten Straße ein Meter unter Terrain liegend, ſelbſt bei einem Lahnwaſſer— ſtande von+ 154.55 N. N.(=+ 2.61 m am Pegel) den Abfluß noch geſtatten, bei ausnahmsweiſe vorkommendem höherem Lahnwaſſerſtande ſoll das Regenwaſſer der Innenſtadt durch eine abſperrbare Verbindung unter der Wieſeck durch in das Haupt⸗Schmutzwaſſerſiel übergeleitet und dann an der Kläranlage mit übergepumpt werden. Ob dieſe Löſung eine zweckmäßige iſt, ſcheint wie unſerem Stadtbaumeiſter ſo auch mir zweifelhaft. An den tiefen Stellen im Innern der Stadt will Herzberg von einer Entwäſſerung der Kellerſohlen abſehen und im übrigen in der Altſtadt die Abführung des in den Kellern ſich anſammelnden Grundwaſſers mittels der Schmutzwaſſerkanäle bewirken, weil dieſe nicht, wie die Regenwaſſer⸗Kanäle, dem Rückſtau bei Sturzregen ausgeſetzt ſind. Auch die letztere Löſung ſcheint mir wegen der Gefahr des gelegentlichen Eindringens von Kanalgaſen in die Häuſer keine ſehr glückiche zu ſein.
Die vorſtehend berührten, bei Lahnhochwaſſer aus der tiefen Lage der Alt— ſtadt ſich ergebenden Schwierigkeiten ſind es neben dem geringen Oberflächengefälle geweſen, welche Baurat Lindley veranlaßt haben, das Trennſyſtem überhaupt nicht
z Betracht zu ziehen, ſondern das kombinierte Syſtem zu wählen. Daß Lindley. nicht etwa ein grundſätzlicher Gegner des Trennſyſtems iſt, geht unter anderem daraus hervor, daß er ſelbſt einen Teil von Elberfeld und von Homburg v. d. Höhe nach dem genannten Syſtem kanaliſiert hat.


