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Es könnte eingewendet werden, daß das Trennungsſyſtem den Flußl— dauernd den Schmutz der Straßen zuführt, während dies bei dem gemeinſ lichen Syſtem nur zeitweiſe geſchieht. Ich bin aber nicht zweifelhaft, daß d Umſtand bei weitem nicht ſo übel empfunden wird, als die häufige Einführung Regenwaſſer, welches mit Fäkalien u. ſ. w. durchſetzt iſt, zumal jeder ſtarke R das gut regulierte Bett der Wieſeck und der Stadtgräben zu reinigen imſtande Ich laſſe mit Abſicht die hygieniſche Frage, ob die zeitweiſe Einführung der Fät und Hauswäſſer beim gemeinſchaftlichen Syſtem der Einführung der geſan Regenwaſſer in die Flußläufe vorzuziehen iſt, unberührt, weil ich glaube, daß äſthetiſche Gefühl zur Bildung eines ſicheren Urteils ausreicht: dieſes ſträubt entſchieden gegen das Sichtbarwerden von Fäces in den offenen Bachläufen. unterliegt natürlich keinem Zweifel, daß die Waſſerläufe, die das geſamte R. waſſer aufnehmen ſollen, wenn erſt alle Häuſer an die Schmutzwaſſerkanäle getrennten Syſtems angeſchloſſen ſind, bei weitem nicht mehr diejenigen Verund ungen zeigen werden, die ſie jetzt nach jedem Regen aufweiſen, weil ja der wu liche Beſtandteil der Verſchmutzung d. h. die Hausabwäſſer, überhaupt nicht! hinein gelangen ſollen.
b) Um über die Koſten der Anlage bei dem getrennten Syſtem einen 1 zu gewinnen, habe ich folgendes veranlaßt:
Es ſoll zunächſt der Umfang der Anlage in Vergleich geſtellt werden, in dem Lindley'ſchen Projekt mit Schritt I bis VI bezeichnet und mit 1 840 000 veranſchlagt iſt; auch die Lage des Klärbaſſins iſt beibehalten worden. In liegender Planſkizze ſind die Tracen für die Schmutzwaſſerleitungen rot, die die Regenwaſſerleitungen blau eingetragen. Die Gefällszahlen ſind eingeſchrit Es ergiebt ſich, daß, wenn man an den tiefen Stellen in der Mitte der Stadt der Entwäſſerung der Kellerſohlen Abſtand nimmt und eine ausreichende Ba bedeckung der am flachſten liegenden Röhren vorſieht, man mit Gefälle im Ort mindeſtens 1:700 und für den Hauptkanal mit 1:1600 ſo hoch an die Klärſm gelangen kann, daß das Hauptrohr mit ſeiner Sohle beim Eintritt in die Klärſtm ca. 30 cm höher liegen wird, als in dem Lindley'ſchen Projekt für den Ha kanal angenommen iſt. Dieſe günſtigeren Verhältniſſe werden im weſentlichen de den geringeren Durchmeſſer der Röhren gegenüber der Höhe der gemauerten Ko erzielt. Letzterer Umſtand bringt es auch zuwege, daß das Hauptrohr die Wi mit ſeiner Oberkante ohne beſondere bauliche Vorkehrungen ſo kreuzen kann, daß Sohle der Wieſeck in derſelben Höhenlage darüber hinweg geht, wie im Lindleyſſ Projekt vorgeſehen iſt, wobei jedoch nach meinem Projekt unterhalb des Rohres! ein freier Durchfluß der Wieſeck von 76 cm lichter Höhe verbleibt. Dieſe De gangshöhe kann durch zuläſſiges geringeres Gefälle des oberhalb liegenden Ha— rohres noch weſentlich vergrößert werden.
Für die Abführung der Regenwaſſer in die Bach- und Flußläufe macht die Ableitung des mittleren ca. 2,5 Hektar großen Stadtteils gewiſſe Schwierigkl ich hatte zuerſt angenommen, daß bei beſtimmten Waſſerſtänden die Notwendl einer Pumpſtation in der Stadt nicht zu umgehen ſein werde. Es hat ſich ja bei näherer Betrachtung ergeben, daß es möglich wird, für dieſen Teil eine geſomde Leitung mit einem Gefälle von 1:900 an einer Stelle ſo in die Lahn zu fin daß der Auslauf auf+ 154.50 N. N. liegt, das iſt höher als der hohe Waſſerſ vom 4. November 1894 war; es iſt hierbei eine Tiefenlage des Rohres an tiefſten Straße von 1 m unter Terrain angenommen, was für Regenwaſſer zuläſſig zu erachten iſt.— Unmittelbar vor der Ausmündung ſoll eine abſpert Verbindung— unter der Wieſeck durch— nach dem Schmutzwaſſer⸗Kanal gelegt weln ſodaß durch die bei der Klärſtation aufzuſtellende Pumpenanlage, welche bei ei Waſſerſtand der Lahn von mehr als+ 155.00 N. N. ohnehin in Thätigkeit ts muß, auch das von dem tiefſten Stadtteil bei einem Lahnwaſſerſtand von mehr 154.50 abfließende Regenwaſſer mitgehoben werden kann. Ich bemerke, daß! Regenwaſſerleitung an ihrer Mündung in die Lahn gegen das Schmutzwaſſer noch ca. 0.80 m Ueberdruck hat und hebe außerdem hervor, daß das Pumpen! Regenwaſſer höchſt ſelten— vielleicht in Jahrzehnten nicht— vorkom wird, und daß es ſich nur um die geringe Menge handelt, die von einer ca. 2,5 H großen Fläche kommt. Die Abführung von Grundwaſſer aus den Kellern erl


