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Vorlage über die Kanalisation der Stadt Gießen / der Oberbürgermeister: Gnauth
Entstehung
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waſſer-Abfluß von 338 Liter pro Sekunde. Für die Gegenwart iſt nur die! führung der vier mittleren Klärgallerien vorgeſehen.

Die Gallerien liegen parallel mit der Richtung des Ausmündungsſiels dem Fluß. Sie haben 30 Meter Länge, 4 m Breite oben, 3.50 m Breite an Sohle, 2.50 m Tiefe am oberen Ende, 3 m Tiefe am unteren Ende. Der Wa ſpiegel liegt auf+ 1.20 m L. P.(+ 153.09 m N. N.).

Die Zulaufgallerie iſt als Sandfang zur Ablagerung der ſchwerſten e und als Siebkammer ausgebildet. Die Siebe liegen auf der ganzen Länge Zulaufgallerie vor den Einlaßſchiebern zu den Klärgallerieen(vergl. Schnitt Gy riß c d) und haben daher eine große Ausdehnung. Der in der Zulaufgallerie gelagerte Sand und Schlamm kann durch ein Baggerwerk beſeitigt werden.

Das geklärte Waſſer läuft am unteren Ende der Becken in die Ablaufga und durch dieſe nach dem Hauptauslaßſiel und wird durch letzteres durch ein N welches ca. 10 m in den Fluß unter deſſen Sohle hineinragt, entfernt vom auf der Flußſohle in die Lahn eingeführt.

Die Zahlen, welche für den vorläufigen Ausbau maßgebend ſind, ſind folgen

Von den vier Klärgallerieen würde die eine in Reſerve, die anderen! in Betrieb ſtehen. Der Inhalt jeder Gallerie beträgt 305 cbhm, die drei Galleuß enthalten demnach 915 cbm.

Es wird angenommen, daß das Waſſer vier Stunden zum Durchlaufen Gallerieen gebraucht, daß demnach ein ſechsmaliger Wechſel pro 24 Stunden ſt findet. Obiger Inhalt entſpricht demnach einem Abfluß von 5500 cbm oder en mittleren Abfluß von Schmutzwaſſer, Grundwaſſer, Spülwaſſer und Regenwt von 183 Liter pro Kopf und Tag von einer Bevölkerung von 30 000 Einwohn Die Durchflußgeſchwindigkeit in den Gallerieen beträgt hierbei im Mittel 2 pro Sekunde.

In der Regel wird das Waſſer am oberen Ende den Gallerieen Kzuiiij am unteren Ende abfließen.

Tritt Regenwaſſer hinzu, ſo würden die Klärbecken weiter wirken, bis Verdünnung des Schmutzwaſſers eine zweifache geworden wäre. Wird dieſe ü ſchritten, ſo tritt der in der Axe der Klärbecken⸗Anlage dargeſtellte Regenaus dadurch in Wirkſamkeit, daß das Waſſer über das Regenüberlaufwehr der Zuleitu gallerie in den Regenauslaß tritt und durch dieſen, unter Umgehung der. gallerieen, in die Ablaufgallerie und nach dem Hauptauslaßſiel abgeleitet wird. Zufluß nach dem Regenauslaß findet, ſo lange der Waſſerſpiegel die Höhenkote vorderen Regenüberlaufwehrs+ 153.87 m N. N. nicht überſchreitet, aus der Zul gallerie durch die Siebe hindurch und ſeitlich in den Regenauslaß ſtatt, dem wird hierbei noch die Wirkſamkeit der Siebe zur Zurückhaltung ſchwebend mitgefiht Stoffe ausgenutzt. Erſt bei noch weiterer Verdünnung tritt das Waſſer in Zulaufgallerie frei über das Regenüberlaufwehr.

Nachdem eine Klärgallerie ſo lange in Wirkſamkeit geweſen iſt, daß Schlamm in genügender Menge auf der Sohle abgelagert iſt, wird deren Reinigt vorgenommen. Die Gallerie wird ausgeſchaltet und zunächſt durch den Entleerun kanal entleert. Das dem Entleerungskanal entnommene Waſſer wird durch Pumpe entweder in das Ausmündungsſiel oder in die Zulaufgallerie zurückgefüßf Der dann in dem Becken zurückbleibende Schlamm wird durch eine Schlammpun deren Saugrohr in jede Klärgallerie am unteren Ende eintaucht, entfernt.

Bei Hochwaſſer und bei Waſſerſtänden, welche einen nachteiligen Auff des Abfluſſes im Hauptſiel hervorrufen könnten, wird das Ausmündungsſiel n der Lahn durch einen Schieber abgeſperrt, und das Waſſer aus den Klärbecken da eine im Maſchinenhaus angebrachte Centrifugalpumpe entfernt. Es ſind hierzu Maſchinenhaus zwei Centrifugalpumpen mit einer Leiſtungsfähigkeit von je 300 9 pro Sekunde vorgeſehen. Die Leiſtungsfähigkeit kann ſpäter durch Hinzufüg zweier weiterer Pumpen von gleicher Größe auf 1200 Liter, demnach auf unge die Leiſtungsfähigkeit des Hauptſiels gebracht werden. Für die Bewältigung! Schmutzwaſſers wird eine Entleerungspumpe, die eine Leiſtungsfähigkeit von 60 70 Liter pro Sekunde bekäme, Verwendung finden.

Die ganze maſchinelle Einrichtung würde in einem am unteren Ende Klärbecken angelegten Maſchinenhauſe untergebracht werden.