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und Regenausläſſe abgeleitet werden ſoll, iſt 1.5 Liter pro Hektar und Sekunde genommen. Es entſpricht dies einer zum Abfluß kommenden Regenmenge 13 mm oder ½ Pariſer Zoll pro 24 Stunden. Dieſes entſpricht einem Niederſt welcher in 12 Stunden etwa 13 mm liefert, oder etwa 1 mm. Niederſchlagshöhe Stunde unter der Annahme, daß bei derartigen länger andauernden Regen und Q regen etwa die Hälfte des Waſſers in die Siele zum Abfluß gelangt. Dieſe Re höhe iſt eine ſolche, die nicht allzuoft überſchritten wird, ſodaß die Regenaus nur durch ausnahmsweiſe Niederſchläge und demnach ſelten zur Wirkfamke bracht werden.
Der den Berechnungen zu Grunde gelegte Abfluß bei Dauerregen entſo demnach 0.5 Liter Schmutzwaſſer+ 1.5 Liter pro Hektar und Sekunde Regenw oder 2 Liter pro Hektar und Sekunde, d. h. einer vierfachen Verdünnung des Schm waſſers. Erſt bei ſtärkerer Verdünnung und Zufluß treten die Regenausläſſe Wirkſamkeit.
c) Sturzregen.
Für die Leiſtungsfähigkeit der Sielanlage bei heftigen Sturzregen iſt Grundzahl ein Abfluß von 50 Liter pro Sekunde von einem Hektar angenom und bei größeren Flächen iſt dieſer relative Abfluß in dem Verhältnis der vie Wurzel aus der Fläche vermindert. Bei Feſtſtellung dieſer Zahl iſt berückſich worden, daß das geſamte untere Gebiet flach iſt, zum Teil aus Gärten, Parks! öffentlichen Anlagen beſteht, während in den oberen Gebieten, in welchen die Ga ſtärker ſind, die Bebauung eine villenartige, reich mit Gärten durchzogene iſt, die Flächen in nur geringem Umfange gepflaſtert und befeſtigt ſind.
Es iſt nicht für zweckmäßig erachtet worden, für die verſchiedenen 8 gebiete verſchiedene Abflußzahlen anzunehmen.
Die Einteilung der Entwäſſerungsgebiete im weiteren Umfange geht Anlage 1 hervor. Auf dieſem Plane ſind die Grenzen des Einzugsgebietes Wieſeck und deſſen Unterabteilungen durch blaue Linien bezeichnet; die Gemarkumg grenze Gießens iſt durch einen gelben Farbenton hervorgehoben; die Grenze der waldeten Fläche im Klingelbachthal iſt durch grüne Farbe bezeichnet. Dieje Flächen, deren Entwäſſerung in die Entwäſſerungsanlage nach dem vorliegem Projekt aufgenommen werden, ſind durch blaue Schraffierung angedeutet.
Das eigentliche Entwäſſerungsgebiet des Sielnetzes iſt ſenke ſchraffiert. Dasſelbe hat eine Fläche von 675.8 Hektar. Die Umgrenzung fängt linken Ufer 1200 m oberhalb der Lahnbrücke an, zieht in ziemlich gerader Linien der Marburger Chauſſee, folgt letzterer bis in die Nähe des Dorfes Wieſeck, dann rechtwinkelig über das Wieſeckthal nach der Gänsmühle, an der Gänsmt vorbei bis zum Philoſophenwald, verfolgt die Grenze des Philoſophenwaldes bis! Grünberger Chauſſee. Von hier zieht dieſelbe hinter der Kaſerne und dem Se am Nahrungsberg hinab bis zur Kreuzung der Gießen— Fuldaer Eiſenbahn mit d. Klingelbach, verfolgt ſodann die Eiſenbahn bis zur Verbindung mit der Gießen Gelnhäuſer Bahn und folgt dieſer letzteren bis zum Aulweg, folgt dem letzterent zur Waſſerſcheide des Seltersberges und zieht dann rechtwinkelig nach der Lahn! zum alten Wetzlarer Weg an der Margarethenhütte.
Ein weiteres Gebiet, deſſen Aufnahme in der Entwäſſerungsanl— ebenfalls vorgeſehen iſt, iſt auf dem Plan durch horizontale Schraffierung bezeicht Dasſelbe umfaßt die ganze nicht bewaldete Fläche des Klingelbachthals innerhalb Gießener Gemarkungsgrenze und hat eine Fläche von rund 300 Hektar. Für die ſüdöſtliche Erweiterungsgebiet iſt mit Rückſicht auf deſſen Lage und vorausſichte ſchwache Bebauung für einen Abfluß von 0.25 Liter Schmutzwaſſer pro Hektar un Sekunde und 1 Liter Dauerregen pro Hektar und Sekunde an dem Aufnahmepu im Sielnetz Vorſorge getroffen..
Ein großer Teil der Stadt fällt in das Entwäſſerungsgebiet der Wieſt und da die Wieſeck die Stadt durchzieht, mußte zuerſt die Frage der Abhängigtt der Stadtentwäſſerung von dieſem Abfluß, namentlich zu Hochwaſſerzeiten, ku geſtellt werden.
Die Wieſeck hat bei ihrer Vereinigung mit dem Krebsbach ein Entwäſſerung gebiet von 7580 Hektar. Auf dem weiteren Verlauf nach der Stadt, bis zur W einigung mit dem Klingelbach, kommt ein weiteres Gebiet, jenes der unteren Wieſe mit 3880 Hektar hinzu, ſodaß die Entwäſſerungsfläche der Wieſeck an der Vereiniguſ


