4.
daß bei
im Projekte bezüglich Tieflage der Kanäle, Senkung des Waſſerſpiegels und der
läſſigen nahmen 1.
.Durch Aufſtellung geeigneter Pumpwerke, Aubringung von Abſperrvorrichtungaf
6. Bei Projektierung des Kanalnetzes muß auf die zukünftige Ausdehnung der?
.Die Entwäſſerung ſoll nach den Grundſätzen der Schwemmkanaliſation durchgqt
zuführen. Dieſer letztere ſoll, wie ſpäter noch erläutert werden wird, dem vorliegenden Projekte in Zukunft nicht als Schmutzwaſſer⸗K ſondern als Drainage für die Altſtadt, als Spülkanal für das Kam und als Regenkanal dienen und demzufolge nur reines Waſſer füs Das von demſelben aufgefangene Grundwaſſer, ſowie das eingn Regenwaſſer ſollen, getrennt vom Kanalwaſſer, der Lahn zugeführt dadurch die Menge des letzteren ſehr verringert werden. Der Grundwaſſerſpiegel ſoll nach Möglichkeit geſenkt werden, um trockene. und Wohnungen zu erhalten, und die Grundwaſſerſchwankungen ſollen thun begrenzt werden, weil durch die auf- und abſteigende Bewegung des Gu waſſers und das damit verbundene abwechſelnde Naß- und Trockenwe die Fäulnis und Gährung der im Boden enthaltenen Schmutzſtoffe beföt wird, und ſowohl durch Verunreinigung des Grundwaſſers, wie auch?d die dem Boden entſteigenden Miasmen unter Umſtänden geſundheitsſchäd Einwirkungen ſtattfinden können.
iſt dafür zu ſorgen, daß die Abwaſſer der Kanaliſation auch bei Hochwaſſer Lahn und Wieſeck ſtets freien Abfluß haben und das Grundwaſſer ſeinen norm Stand möglichſt wenig verändert.
Rückſicht genommen werden, ſodaß das Netz ohne Schwierigkeit erweitert! die gute Wirkſamkeit desſelben dadurch nie beeinträchtigt werden kann.
werden und dementſprechend die häuslichen Brauchwaſſer, das Fabrikwut die atmoſphäriſchen Niederſchläge und eventuell auch die Fäkalien in ein Rohrnetz aufgenommen werden, mit der ſpeziellen Maßgabe jedoch, daß, bereits bemerkt, überall, wo es möglich iſt, das Regenwaſſer direkt den Wa läufen zugeführt und das Grundwaſſer von dem Kanalwaſſer getrenntu
Bei dem Schwemmſyſtem werden bekanntlich ferner alle in den waſſern enthaltenen feſten, nicht ſchwemmbaren Stoffe vor dem Einleiten die Kanäle durch geeignete Vorrichtungen, als Schlammfänge, Fetttöpfe abgefangen, ſodaß die alsdann noch in dem Kanalwaſſer enthaltenen Unrei keiten meiſt durch die bewegende Kraft des abfließenden Waſſers i geſchwemmt werden, und eine„ſelbſtthätige Reinigung“ der Kau herbeigeführt wird. Dieſe als„Selbſtreinigung“ bezeichnete Eigenſchaft Schwemmkanäle wird bei Vorhandenſein geeigneter, verfügbarer Waſſervom noch dadurch unterſtützt, daß man jeden einzelnen Strang des Kanaln durch Verbindung mit Spülbehältern und Spülkanälen einem kräftig win den Spülſtrom ausſetzen und dadurch förmlich ausſpülen kann.
Dieſe letzte Anordnung bedingt, daß die einzelnen Kanäle nicht toten Enden auslaufen, wie dieſes zumeiſt bei den älteren Entwäſſerum (Veräſtelungsſyſtem) der Fall war, ſondern daß dieſelben in einem organ zuſammenhängenden Netz zu einzelnen, wieder unter ſich verbundenen S bezirken vereinigt werden, deren einzelne Aeſte einen kontinuierlich due laufenden Spülſtrom von der Spülquelle des betreffenden Bezirks aus geſta
Bezüglich der Konſtruktion und Ausführung der Schwemmkanäle iſt bemerken, daß zu denſelben prinzipiell nur beſtes Material verwendet wer ſoll und die techniſche Ausführung eine vorzügliche und ſorgfältige ſein m. Ferner ſoll eine fortlaufende gute und leichte Reviſion des Kanalnet ermöglicht werden und für eine ausreichende Ventilation desſelben geſe ſein.
Unter Berückſichtigung der vorliegenden Verhältniſſe und unter der Lana
einem Lahnſtand von allerhöchſtens+ 3 m am Lahnpegel gepumpt wird,
Schwankungen desſelben für die einzelnen Stadtgebiete die folgenden ¹
gemacht werden:
Südlicher Teil der Altſtadt innerhalb des Ringgrabens. Die Kanal- und Ringgrabentiefe iſt derartig bemeſſen, daß vorausſtt
lich der gewöhnliche Grundwaſſerſtand+ 2,70 m betragen und die H’


