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Gießener Studentenbriefe aus dem Jahre 1834 / von Wilhelm Rehmann
Entstehung
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Oberhessens zu bearbeiten, um sie für die Sache der Freiheit zu gewinnen und reif zu machen. Die bekannteste dieser Flugschrif- ten warDer hessische Landbote von Georg Büchner.

Als am 1. August 1834 der Student der Rechtswissenschaft Karl Minnigerode von Offenbach kommend die Wache am Selters- tor in Gießen passierte, wurde er angehalten, dem Universitäts- richter vorgeführt und durchsucht. Man fand bei ihm, wie es in den Akten heißt:auf dem Leib, in den Stiefeln und in der Rock- tasche eingenäht bedeutende Mengen von Exemplaren des in Offenbach bei Preller gedrucktenLandboten(es war dieerste Botschaft), beschlagnahmte diese und verhaftete den Studenten. Nachdem Hofgerichtsaccessist Haberkorn bei Minnigerode eine Haussuchung durchgeführt hatte, wurde dieser am 4. August nach Friedberg verbracht und dem mit der Untersuchung beauf- tragten Richter, Landgerichtsassessor Wagner übergeben. Dem Bundesbruder Minnigerodes, stud. jur. Schütz, der einen Pack mit Flugblättern nach Darmstadt bringen wollte, gelang es, nach Straßburg zu entkommen, als er von der Verhaftung Minnigerodes hörte.

Erneut setzte jetzt eine Verhaftungs- und Untersuchungswelle ein, die in Oberhessen eine starke Erregung hervorrief.

Die hier vorgelegten 7 Briefe der Studenten Schütz, Dittmar, Wiener und Rosenstiel geben ein lebendiges Bild der damaligen Zeit. Die Herausgabe erfolgt auf Grund von amtlich beglaubigten Abschriften, die das Gießener Hofgericht dem Criminalsenat des Landgerichts Marburg, das die Untersuchung gegen die kurhes- sischen Teilnehmer an der Bewegung führte, zur Verfügung ge- stellt hatte. Die Briefe fanden sich in den Untersuchungsakten gegen den Marburger Privatdozenten Dr. Leopold Eichelberg, den führenden Kopf des dortigen oppositionellen Kreises(Staatsarchiv Marburg, 270°, Obergericht Marburg, Acc. 1871/35.(Vgl. dazu: W. Rehmann, Ein neues Dokument zur Hessischen Demogogen- zeit. Nachrichten der Gießener Hochschulgesellschaft Bd. 18, 1949. S. 104 ff.).

Ihre Veröffentlichung ist insofern von Wert, als die Originale in dem Staatsarchiv Darmstadt nicht mehr vorhanden sind. Sie befanden sich seinerzeit im Besitz des Empfängers, stud. chem.

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