niken und Geſchäften; zuzeiten wurde auch der Gießener Wochen⸗ markt beſchickt. Aber mit der Stabiliſierung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe wuchs das Angebot an Gemüſen, die Preiſe ſanken, und auch die Gärtnerei mußte ſich dieſer allgemeinen Bewegung anpaſſen. Funächſt wurden die außenliegenden Pachtſtücke ab⸗ geſtoßen, und ſchließlich mußte 1928 der Obergärtner entlaſſen werden; die Leitung übernahm der ſeitherige Gehilfe. In dieſem engen Rahmen konnte ſich die Gärtnerei bis 1952 ohne Zuſchüſſe halten. Dann wurde ſie aufgelöſt.
Die Wäſcherei.
Bald nach der Einrichtung der Wäſcherei erwieſen ſich die Räume wegen der ſtarken Inanſpruchnahme als zu klein. Außer dem Anbau, in dem ſie zuerſt ausſchließlich untergebracht war. mußten im Obergeſchoß des Studentenheims„Schöne Ausſicht“ Räume, die ſeither teils an die Studentenverbindung, das Kloſter, vermietet waren, teils von der Schuhmacherei benutzt waren, frei⸗ gemacht werden. Außer dem ſchon eingerichteten Trockenraum wurde eine elektriſche Waſchmaſchine und eine Trockenſchleuder an⸗ geſchafft. Aber auch hier zeigte ſich der Ferienausfall an Arbeit als ein empfindlicher Mangel. Es mußte, um den Betrieb wirtſchaft⸗ lich zu erhalten, ein beſchränkter Kreis privater Kunden aus der Dozentenſchaft der Univerſität aufgenommen werden. Im Jahre 1954 wurde die Wäſcherei aufgelöſt und als Hauswäſcherei in das neue Studentenhaus übernommen.
Die Schuhmacherei.
Die Schuhmacherei hatte ſich ſchon bald nach ihrer Einrichtung mehr auf Privatkundſchaft verlegt— ſie war ja ein Privatunter⸗ nehmen—, und ſo litt ſie weniger unter dem Arbeitsausfall während der Ferien. Nach einer raſchen Entwicklung in den erſten Jahren, durch welche die Gießener Studentenhilfe bewogen wurde, ſich auch finanziell an ihr zu beteiligen, kam in den Jahren 1925 und 1920 ein empfindlicher Kückſchlag, der bedingt war durch die allgemeine wirtſchaftliche Lage. Um für die Wäſcherei Räume frei⸗ zumachen, andererſeits aber, um ſich den privaten Kundenkreis zu erhalten— die„Schöne Ausſicht“ lag ſehr abſeits, was viele Kunden abhielt—, wurde die Schuhmacherei in die Stadt verlegt. Die Lederſpenden ließen in den Jahren nach der Inflation ſehr er⸗ heblich nach und hörten ſchließlich ganz auf. Die Leiſtungen der
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