Eger etwa bei einer Taſſe Kaffee zuſammen ſaß und Pläne ſchmieden half, weiß davon zu erzählen.
Die Entwicklung der Betriebe bis zur Inbetriebnahme des neuen Studentenhauſes zeigen wir im folgenden kurz auf.
Die Studentenſpeiſung.
In den Jahren 1924— 1926 war ein Rückgang der Eſſensteil⸗ nehmerzahl zu verzeichnen; dies war begründet durch die Beſſe⸗ rung der Wirrtſchaftsverhältniſſe im allgemeinen und damit zu⸗ ſammenhängend die Steigerung der Bedürfniſſe des einzelnen. Die Verbindungen aßen nun wieder auf ihren Häuſern. Zudem ging, wie an allen Hochſchulen, die Fahl der Studierenden zurück. Um den veränderten Verhältniſſen zu entſprechen, wurde für die beſſere Ausgeſtaltung der Räume geſorgt, das Studentenheim Burggraben wurde gründlich renoviert, die Qualität des Eſſens wurde ver⸗ beſſert. Eine Erhöhung des Eſſenspreiſes erwies ſich im Laufe der Jahre öfters für nötig. Aber immer wurde berückſichtigt, daß zwar der Betrieb als ſolcher möglichſt ſparſam wirtſchaftete und ſich nach Möglichkeit ſelbſt erhielt, andererſeits wurde nie die Wich⸗ tigkeit der Speiſung verkannt und darum ſo oft es not tat mit größeren Mitteln unterſtützt. Die Schwierigkeit, den Betrieb ren⸗ tabel zu geſtalten, lag hier wie bei faſt allen Werkbetrieben in der Tatſache, daß dieſe Betriebe zweimal im Jahre, während der Fe⸗ rien, mit erheblich geringerer Beſchäftigung rechnen mußten und die Ausgaben nicht in gleichem Maße verringert werden konnten. Feitweiſe mußte der Eſſensbetrieb auf der„Schönen Aus⸗ ſicht“ aus Erſparnisgründen geſchloſſen werden, was von den Egerheimbewohnern ſehr unangenehm empfunden wurde. Die Frühſtücksſtube, die früher in der Garderobe vor der Neuen Aula untergebracht war, erhielt neue Räume im Untergeſchoß der Uni⸗ verſität; ſie wurde gerne in Anſpruch genommen und ergab einen kleinen Überſchuß, der dem Studentenheim zufloß. Eine Zweig⸗ ſtelle wurde zeitweiſe in der Chirurgiſchen Klinik eingerichtet.
Die Gärtnerei.
Dem wachſenden Bedürfnis während der Inflation entſprach ein Ausbau der Gärtnerei bis zu einem Umfang von etwa zehn mMorgen Land, das zum größten Teil gepachtet war und leider räumlich ziemlich weit zerſtreut war. Die Abſatzſchwierigkeiten während der Ferien wurden gemildert durch Belieferung von Kli⸗
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