Druckschrift 
Die katholisch-theologischen Fakultäten zu Tübingen und Gießen (1830-1850) / von Studienrat Dr. St. Lösch, Horb a. N.
Entstehung
Einzelbild herunterladen

194 Lösch,

wünscht, daß Ew. Hochwürden an seine Stelle treten. Der Hoch- würdigste Herr Bischof von Mainz ¹) hat hiezu seine Genehmigung erteilt und mich nun beauftragt, wegen dieser Sache mich mit Ihnen zu benehmen.

Die Fakultät steht zu dem Bischofe, der Regierung und Universität im angenehmsten Verhältnisse. Der Kanzler der Universität, der Geh. Staatsrat v. Linde, ist selbst Katholik, und ich darf sagen, so- weit mir ein Urteil darüber zusteht, ein aufrichtiger. Von einer Befeindung des Katholischen von Seite der Regierung habe ich noch nichts bemerken können und die gegen die Fakultät früher erschie- nenen, nun aber verklungenen Artikel sind teils aus böswilliger, teils aus unwissender Feder geflossen ²). Die in andern Ländern wegen der gemischten Ehen u. dgl. bestehenden Differenzen sind durch im Sinne der Kirche erlassene Landesherrliche Verfügungen im Großherzogtum Hessen unmöxglich gemacht).

Wenn Sie nun geneigt sind, genannte Stelle zu übernehmen, so wollen Sie mich bald davon gefälligst in Kenntnis setzen; wo aber

1) Peter Leopold Kaiser, Bischof von Mainz(30. Juni 1835 bis 30. Dezember 1848).

2) Die infolge Riffels Absetzung einsetzende Polemik, an welche bei Schmids obiger Andeutung zunächst zu denken ist, hatte sich von August 1842 bis in den Anfang des J. 1843[Hist.-pol. Bl. 9(1842) 152 ff.; 380 ff.; 452 ff.; Leopold Schmid in: Augsb. Allg. Ztg. 20. Sept. und 14. Okt. 1842; Riffel in: Frankf. O. P. Zeitg. 1. Okt. 1842; Mainzer Kath. Kirchenztg. 23. Jan. 1843] hingezogen; vgl. Lutter- beck 65 ff.; Brück II, 426 ffl. Schon sogleich nach Eröffnung der Gießener Fakultät ein Angriff gegen diese in:(Aschaffbg.) Kath. Kirchenztg. 1831 Nr. 50, 30. Juni; hiegegen Staudenmaier: Ueber die in der Aschaffbg. Kath. KZ. von einem Ungenannten ausgegangene Verunglimpfung des Herrn Bischofs(sc. Burg) von Mainz und der kath.-theol. Fakultät zu Gießen in: Senglers Kirchenzeitg. 1831, Nr. 138, 30. Aug. und Nr. 208, 30. Dez.; vgl. Lauchert 114 ff.

3)In den beiden Diözesen Mainz und Limburg blieb es im ganzen ruhig, obschon es an kleinen Konflikten und Chikanen auch nicht fehlte. Die Pfarrer begnügten sich mit dem Versprechen der kath. Kindererziehung, wenn sie nicht schon durch das Staats- gesetz garantiert war, und segneten die Mischehen ein. Die Ordi- nariate waren mit diesem Verfahren einverstanden; Brück, II, 414.

Die k

nicht, den E halten.

Im Falle gütigst wisst wollen. Mit Lehramt beg

Aus der 1 die württem würden nich sind. Letztes nach erstere befindlichen Ravensburg befördert w zu setzen, o

1) Der 1 würden Her über Stutt in Rayensk selbst höfl jeteigen Au fahren sein merkt, geit Tage, nachd hatte, ersch Nr. 62, Mitt Nachricht: Universität