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Die kath.-theol. Fakultäten zu Tübingen und Gießen. 183
schriften Tübinger Vorlesungen Dreys, Hirschers und Möh- lers ¹1). Von 1831 bis 1839 als Professor am Priesterseminar zu Limburg trug Schmid KG., Patristik, alt- und neu- testamentliche Exegese vor; 1839 wurde er Prof. der Dog- matik, Dogmengeschichte und Symbolik in Gießen, 1849 zum Bischof von Mainz gewählt, aber von Rom nicht be- stätigt, am 16. Febr. 1850 aus der katholisch-theologischen Fakmultät Gießzen in die dortige philosophische versetzt, starb daselbst 1869. Schmid war es, der die seit 1837 abgerissenen Fäden mit Tübingen wieder verknüpfen wollte und sollte, und wenn es ihm nicht, wie beabsichtigt, in doppelter Richtung gelang, so durfte er doch einen Erfolg seiner diesbezüglichen Bemühungen noch verzeichnen, kurz bevor für die kurzlebige Fakultät das jähe Ende kam.
1) Sengler setzte die Herausgabe der Zeitschrift auch in Mar- burg, wohin er 1831 berufen wurde, fort. Obwohl Laie, wurde er für eine Professur der neuzuerrichtenden Fakultät Marburg aus- ersehen, wartete dort aber vergebens auf die Besetzung der übrigen theologischen Lehrstellen. Er war und blieb der einzige dorthin ernannte Professor der neuen Fakultät und wurde, als diese im Sommer 1833 wieder aufgehoben wurde, in die philosophische Fakultät zu Marburg versetzt, 1842/78 Professor der Philosophie in Freiburg i. Br., gest. 1878. Seine Tübinger Preisaufgabe erschien unter dem Titel: Würdigung der Schrift von Dr. David Schulz über die Lehre vom hl. Abendmahl nebst aphoristischen Grund- zügen zu einer spekulativen Darstellung der kath. Abendmahlslehre im Verhältnis zu den protest. Abendmahlstheorien. Eine von der Tübinger kath.-theol. Fakultät gekrönte Preisschrift, Mainz 1830. In„Kirchenztg.“ II(1831) 134 ff.:„Ueber Priestererziehung“ be- handelt Schmid(vgl. ebenda 811 und III.(1832) 73 ff.; 95) ausführ- lich die Tübinger Fakultät in ihrer Bedeutung für die Idee der KG. und Stellung zu den andern theol. Disziplinen. Zu Sengler vgl. die Nekrologe: Zeitschr. f. Phil. und philos. Kritik N. F. 74 (1879) 295 ff.; 75(1879) 85 ff.; Philos. Monatshefte XV(1879) 128 ff.; ferner J. Koch: ThO. 1916, 447; Mirbt, Marburger Fakultät 67 ff.; 143 ff.


