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Die katholisch-theologischen Fakultäten zu Tübingen und Gießen (1830-1850) / von Studienrat Dr. St. Lösch, Horb a. N.
Entstehung
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184 Lösch,

Am 11. Juni 1843 starb der Prof. der Moral und Pastoral, Chr. Kindhäußer, seit 1837 Repetent, April 1838 ao. und am 12. April 1842 ord. Professor in Gießen,ohne etwas Geschriebenes veröffentlicht zu haben(Lutterbeck 41). Die Fakultät bedurfte einer Stärkung durch einen Mann von literarischem Ruf oder wenigstens von wissenschaftlichem Geist, zumal da der Kirchenhistoriker Riffel nach unerquick- lichem Zwischenfall und über zwei Jahre sich hinziehenden Verhandlungen am 19. Nov. 1841 plötzlich in Ruhestand versetzt worden war. Schmid lenkte den Blick der Fakultät nach Württemberg und sein Augenmerk richtete sich auf einen hervorragend begabten jungen Theologen aus der Tübinger Schule: Anton Oehler. Bevor wir die bisher unbekannten Verhandlungen über Oehlers Berufung näher verfolgen, ist es notwendig, etwas weiter auszuholen.

Oehler:¹), geb. am 9. Januar 1810 in Weilderstadt, 1831 bis 1835 Studierender der Theologie im Wilhelmstift- bingen, 21. Sept. 1836 ordiniert, erhieltsofort eine gnä- digste Unterstützung von der Kgl. württbg. Regierung für eine wissenschaftliche Reise behufs weiterer Ausbildung für das Lehrfach. Diese führte ihn Herbst 1836 bis Okt. 1837 mit seinem ein Jahr vor ihm ordinierten Freunde, F. X. Allgayer*²), dem bekannten späteren Lexikologen, an die Universitäten wie ersichtlich ganz nach dem Vorgang von Möhlers akademischer Studienreise durch Deutschland

1) Oehlers Lebenslauf, von ihm selbst verfaßt, sowie die übrigen im folgenden verwerteten, bisher unveröffentlichten Aktenstücke stammen aus Oehlers Nachlaß, für dessen Ueberlassung der Oehler nächstverwandten Familie Friedrich Steimer, Kaufmann in Horb, auch an dieser Stelle besonderer Dank wiederholt sein soll. Die Angaben bei Neher 66 sind nicht vollständig.

2) Franz Xaver Allgayer, geb. 1810 zu Faßmacherhof bei Aulendorf, studierte 1830/34 an der Universität Tübingen Theolo- gie und Philologie, erhielt 1832 den Preis der philosophischen Fakultät,

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