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Leopold Schmid). Als echter Tübinger kann dieser nicht mehr angesprochen werden. Er ist in der KG. zu wenig Quellenforscher, in der Exegese zu sehr noch Kind der alle- gorischen Interpretationsperiode, in der Dogmatik zu ver- schwommen philosophierend und des dogmengeschichtlichen und teilweise auch des theologiegeschichtlichen Spürsinns entbehrend. Zwar hatte er(geb. 1808 als Sohn eines in Zürich lebenden, aus dem oberschwäbischen Städtchen Scheer stammenden Württembergers) Herbst 1827 bis Frühjahr 1830 in Tübingen mit dem Studium der Theologie verbracht, und seine Anhänglichkeit an seine einstigen Tübinger Lehrer und seine Abhängigkeit von manchen ihrer Ideen geht durch alle seine späteren Schriften; auch verband ihn engste Freund- schaft mit J. Sengler, einem Badener, der, 1824/27 in Tübingen Studierender der Theologie, mit dem wissen- schaftlichen Preis und dem 2. homiletischen Preis der ka- tholisch-theologischen Fakultät ausgezeichnet wurde. Aber der Uebergang an die Universität München trieb beide in die Bahnen von Baader, Schelling und Görres. Die von Sengler zu München ins Leben gerufene„Kirchenzeitung für das katholische Deutschland“ ist von diesem und Schmid nebst Staudenmaier fast ausschließlich bedient und zehrt in den drei Jahrgängen ihres kurzen Bestehens ganz von Nach-
1) Lutterbeck 42 f.; Leopold Schmids Leben und Denken. Nach seinen hinterlassenen Papieren hrsg. von B. Schröder und Fr. Schwarz mit einer Vorrede von Fr. Nippold 1870; ²1909. Die übrige Literatur bei G. Krüger, L. Schmid in: Hessische Bio- graphien, hrsg. von H. Haupt I(1918) 85 ff.; Vigener, Ketteler 180. In seiner nachgelassenen Schrift„Ueber die religiöse Aufgabe der Deutschen“ hrsg. von A. B. Lutterbeck in: Bilder aus der Geschichte der kath. Reformbewegung des 18. und 19. Jahrhunderts, hrsg. von J. Rieks I(1875) kennzeichnet Schmid S. 208 f. noch- mals kurz seine Stellung zur Theologie Möhlers, Hirschers und Staudenmaiers.
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