Druckschrift 
Die katholisch-theologischen Fakultäten zu Tübingen und Gießen (1830-1850) / von Studienrat Dr. St. Lösch, Horb a. N.
Entstehung
Einzelbild herunterladen

uger- lie Erute Drey in 08 f. l ruktions- übinger katho- H y P o- Schule dem Ge- kte auch nkte ge- München Exegese dologetik er ersten als im gelianis- truktion Lert wäre

itte ihres r dieses ese nach ufe nach

dann im lebhaftem iem Titel: 1, 141 fl.

on Strauß rhienenen Schwein,

Die kath.-theol. Fakultäten zu Tübingen und Gießen. 181

Freiburg. Da auch der an wissenschaftlicher Regsamkeit den Tübingern am ehesten vergleichbare Prof. der Moral und Pastoral, Joh. fti), aus der Mainzer Schule hervor- gegangen und seit 30. Nov. 1830 in Gießzen tätig, schon am 28. April 1835 als Oberschulrat nach Darmstadt berufen worden war, gingen die Gießener Jahrbücher zu Anfang des Jahres 1837 mit dem Bd. VII, 1.(einz.) Heft ein. Es hatte geschienen, als solltemit den Schwaben Staudenmaier und Kuhn das katholisch-theologische Gießeen ein zweites Tübingen werden ²), und nun waren nicht bloß die beiden führenden Gestalten verschwunden, auch der reine metallene Klang der Tübinger Theologie wurde zunächst dort nicht mehr gehört. Denn der an die Stelle von Kuhn tretende M. Löhnis), zuvor Professor in Aschaffenburg, war vor allem alttesta- mentlich geschult und überhaupt nicht von der sichtenden Forschungsart eines Herbst oder Welte, von denen der erstere bis 1836, der andere seit 1838 alttest. Exegese in Tübingen vortrug. Der Nachfolger Staudenmaiers aber wurde nicht Karl Josef Hefele, der, als ao. Prof. der KG. in Tübingen

für Dogmatik nach Gießen berufen, ablehnte), sondern

1) Ueber seine Abhandlungen zur Moraltheologie und sein viel- verbreitetes Lehrbuch der Liturgik vgl. K. Werner, Geschichte der kath. Theologie seit dem Trienter Konzil bis zur Gegenwart 21889, 595. Die Verbindungslinien von Lüfts Moraltheologie zu Sailer und zur Romantik ausführlich bei J. Diebolt, La théolo- gie morale catholique en Allemagne au temps du philosophisme et de la restauration(1750 1850), Strasbourg 1926, 312 ff.

2) Vigener, Ketteler 180.

3) SeineGrundzüge der bibl. Hermeneutik und Kritik, Gießen 1837 sind weitgehend abhängig von der protestantischen Exegese und in den Prinzipienfragen wenig selbständig; vgl. die scharf ablehnende Kritik: Katholik 1840, Bd. 75, 291 ff. Mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit wurde Löhnis 1853 zu Gießen in Ruhestand gesetzt, wo er 1855 starb.

4) Vgl. unten S. 189.