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Die katholisch-theologischen Fakultäten zu Tübingen und Gießen (1830-1850) / von Studienrat Dr. St. Lösch, Horb a. N.
Entstehung
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6(1829 14. dept. hen und elling!); an Stelle of. J. J. 832 Dr. rof. der neutest. an Stelle ogelehnt,

eigent- getischen 3 34; ganz in ers Peil- a Kuhns, auszuge- n. Ganz enannten eine aus-

tgehender ezichtigen 2, 18. Mai n, Briefe (1911/12)

Kirchen- Jahrgang en:Die an der in ter Herrn rttemberg ihm hat

Die kath.-theol. Fakultäten zu Tübingen und Gießen. 173

führlichen Referate über die Neuerscheinungen protestanti- scher Exegese zu den paulinischen Briefen(Gal.: 1835 II, 325 374; 1835 IV, 402 405; Eph.: 1835 IV, 362 401; Röm.: 1835 IV, 320 341; V, 344 348. 381 446) bekun- den das wachsende Bestreben einer Selbstrechenschaft gegen- über den bisherigen Erklärungsmethoden, wie schon Möhler sich eine solche Th. 1830, 698 ff. und 1831, 508 gegeben oder wie Kuhn selbst GJ. 1834, II 372 die gedachte Gegenwarts- aufgabe einer neutest. Exegese umschreibt:Offenbar ist doch das höchste Ziel der Auslegung das Objektive, die reine Darstellung eines Subjektiven, und die Hüllen, unter welchen es verborgen liegt, können nicht a priori gelüftet werden, da sie selbst zunächst a posteriori oder empirisch sind. Aber ebenso offenbar strebt die Auslegung am Ende ihres Prozesses und als Resultat desselben ein System, die

die Fakultät den zweiten Lehrer aus der Tübinger Schule erhalten. Nach absolvierten Studien auf einer Reise begriffen wie erzühlt wird kam derselbe um Ostern v. J. nach Gießen, kündigte Vor- lesungen über das Evangelium Johannis an und erhielt darauf, wie gemeldet, nach einigen Monaten die erledigte Stelle. Bald nachher wurde Kuhn von der kath-theol. Fakultät zum Dr. der Tueologie taxfrei ernannt. Wie verlautet, beabsichtigt derselbe, das bekanntlich schon vielfach bearbeitete Evangelium Johannis her- auszugeben. Wir wünschen ebensosehr als Herr Kuhn zur Erwartung

zu berechtigen scheint, daß er sowohl in seinen Leistungen als Lehrer wie als Schriftsteller zum wahren Wohle der Kirche künftig wirken und namentlich nicht weniger von dem verderblichen Mystizismus als von unkatholischen Doktrinen in dem ihm anver- trauten hochwichtigen Fache stets vollkommen frei sich bewahren möge. Hienach sind die bezüglichen Daten oben eingeordnet bzw. die bei Lutterbeck gegebenen richtiggestellt sowie die An- gaben bei Schanz ergänzt. Die obige gegen Kuhn sich richtende Spitze der Mainzer Zuschrift war mitbestimmt durch die erfolglos gebliebene Bewerbung des Mainzers Heinrich Klee, der 1829 einen Kommentar zum Joh.-Evgl. veröffentlicht hatte; vgl.Zwölf Jahre einer theol. Fakultät:Katholik 1863 I, 543.