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andern gleichzeitigen Systemen deutscher Philosophie“(1829 pis 1830); 1830 Dr. phil. der Universität Tübingen; 14. Sept. 1831 ordiniert, Herbst 1831 Studienreise nach München und öffentliche philosophische Disputation daselbst mit Schelling¹); 4. Juni 1832 an der theologischen Fakultät Gießen an Stelle des am 30. April 1831 nach Breslau berufenen Prof. J. J. Muller mit exegetischen Vorlesungen beauftragt, 1832 Dr. theol. der Universität Gießen, 9. Nov. 1832 ord. Prof. der Theologie daselbst ²), 4. Januar 1837 zum Prof. der neutest. Exegese an der Universität Pübingen ernannt, 1839 an Stelle Dreys für Dogmatik, 1856 Ruf nach Freiburg abgelehnt, 14. Nov. 1882 in Ruhestand getreten, gest. 1887.
Kuhns Mitarbeit gab der neuen Zeitschrift ihre eigent- liche Prägung. Schon in den beiden ersten exegetischen Untersuchungen(„Ueber Apg. 5, 36— 37“˙: Gd. 1834 I, 3— 34; „Ueber Matth. 23, 35“: ebenda 339— 372), die noch ganz in der philologischen Behandlungsweise seines Lehrers Feil- moser durchgeführt werden, zeigt sich das Bestreben Kuhns, liber die grammatisch-historische Auslegung hinauszuge- langen, um zum neutest. Lehrbegriff vorzudringen. Ganz gelingt dies noch nicht, doch bei der zweiten der genannten
Untersuchungen schon sicherer und klarer; und seine aus-
1) Schelling glaubte spüter, sowohl Drey als Kuhn weitgehender Untlehnungen aus seiner Philosophie der Offenbarung bezichtigen zu sollen; Brief Schellings an seinen Sohn Fritz: Berlin, 18. Mai 1844(Jahr nicht ganz sicher feststehend); vgl. O. Braun, Briefe Schellings an seine Söhne Fritz und Hermann: Hochland IX(1911/12) 322. Der Tatbestand war freilich ein ganz anderer.
2) Die Würzburger Zeitschrift„Allg. Religions- und Kirchen- freund. Kirchenhist. Bemerker“, hrsg. von Fra. G. Benkert, Jahrgang 1833, April, Nr. 12, S. 171 f. lüßst sich aus Mainz melden:„Die schon seit Ostern 1831 vakante Lehrstelle der Exegese an der in Gießhen neu gegründeten kath. Lehranstalt ist dem Priester Herrn Dr. philos. Kuhn aus Wüschenbeuren im Königreich Württemberg durch Dekret vom Nov. ds. Js. übertragen worden. In ihm hat
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