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Die katholisch-theologischen Fakultäten zu Tübingen und Gießen (1830-1850) / von Studienrat Dr. St. Lösch, Horb a. N.
Entstehung
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168 Lösch,

der jungen Tübinger aus dem still abseits gelegenen Adler- horst zum Fluge in die Ferne oder, in der Sprache von damals gesprochen, insAusland gelockt wurde.

Einer wenigstens war inzwischen von Tübingen in Gießen angekommen: Franz Anton Staudenmaier1).Den beiden Elementen der Gießener Fakultät, dem Josephinismus in dem Kirchenhistoriker(seit 29. Mai 1830) J. N. Locherer und dem Hermesianismus in dem schon genannten Exegeten J. J. Müller, war sonach ein drittes heterogenes beige- sellt die Tübinger Richtung ²). Die Vorgeschichte von Staudenmaiers Berufung liegt im Dunkeln(Lauchert 110). Aber Möhler, der wiederholt so für eine Berufung durch Döllingers Vermittlung im Frühjahr 1830 und wiederum für eine solche, diesmal nach Würzburg gedachte, im Februar 1835 ³) zugunsten seines Schülers eingetreten ist, wird auch bei Gießen entscheidend mitgewirkt haben. Am 12. August 1830 wurde Staudenmaier als ord. Prof. der Theo- logie angestellt und am 27. Nov. 1830 anläßlich der feier- lichen Eröffnung der neuen Fakultät zum Dr. theol. promo- viert. Der junge Tübinger, 1800 zu Donzdorf geboren und

1) Friedr. Lauchert, Franz Anton Staudenmaier(1800 1856) in seinem Leben und Wirken dargestellt 1901, 68. 118 ff.

2) Vgl. den anonymen Aufsatz:Zwölf Jahre einer theologischen Fakultät in:Katholik 1863 I, 540 560. Von einem Zeitgenossen 1843 niedergeschrieben, wurden die einer süddeutschen Zeitschrift im gleichen Jahre angebotenen Ausführungen von dieser nicht aufgenommen und kamen erst nach der Auflösung der Gießener Fakultät imKatholik zur Veröffentlichung. Ueber Locherer vgl. Möhler selbst KG. III 60:Er ist eine Reminiszenz einer bereits ver- schollenen Bildung des 18. und des Anfangs unseres Jahrhunderts. Locherers KG. 1/2(1824/25) rec. von Möhler: ThQ. 1825, 99 ff.; 665 ff., KG. 3(1826): ThO. 1826, 726 ff.; KG. 4(1827): ThO. 1828, 328 ff.

3) Möhler an Döllinger: Tübingen, 20. Februar 1830 und 26. Februar 1835; Friedrich, Möhler 18 f.; 43 f.

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