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Die katholisch-theologischen Fakultäten zu Tübingen und Gießen (1830-1850) / von Studienrat Dr. St. Lösch, Horb a. N.
Entstehung
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Die kath.-theol. Fakultäten zu Tübingen und Gießen. 167

Gießen nicht gelang, wäre beinahe für Marburg zustande- gekommen: durch Vermittlung von Prof. Multer-Marburg erging eine Anfrage an Braun und er, der anfänglich zurück- haltend geantwortet hatte, zeigte großes Verlangen, einem Rufe dorthin zu folgen ¹). Vielleicht war Braun in seiner Entschließung bestärkt worden durch Joseph Halder 2) lamals Repetent(seit 28. Okt. 1828 bis 22. Febr. 1832) am Wilhelmstift Tübingen und allem nach 1826 hatte dieser den ersten katechetischen Preis der katholisch-theologischen Fakultät Tübingen erhalten und 1829/31 mehrere Predig- ien in der Augsburger Predigtbibliothek herausgegeben, wie auch seine zahlreichen späteren(1834/48) Veröffent- lichungen sich durchgehends auf homiletischem Gebiete be- wegen für Moral- und Pastoraltheologie zu Marburg ausersehen. Auch Halder hatte in eben denselben Tagen (Brief an Prof. Multer-Marburg vom 13. Mai 1831 in Kürzung bei Mirbt 224 ²) seine Bereitschaft zur Uebernahme einer Marburger Professur ausgesprochen.

Man muß die Ausdauer bewundern, mit der die beiden hessischen Kultministerien ihre Pläne, junge Lehrkräfte aus Tübingen zu gewinnen, verfolgten. Nicht weniger aber wird ersichtlich, welches wissenschaftliche Ansehen die schwäbische katholische Theologenschule in den kaum 1 ½ Jahrzehnten Ihres Bestehens sich weithin erworben hatte. Wütsten wir nicht, mit welch unbeirrbarer Energie Freiherr von Alten- stein, Preußens Kultminister, in den Jahren 1828/34 um Möhler pald für Bonn, bald für Breslau, dann wieder für Münster und noch einmal 1837 für Bonn geworben hat, auch ohne dieses wäre es genug, zu sehen, wie die Schar

1) Briefe Brauns an Multer vom 12. Mai 1831 und 14. Juli 1831 bei Mirbt 224²(Wortlaut fehlend).

2) Neher 477. Seit 6. April 1836 ist Halder Konviktsdirektor

und Stadtpfarrer in Tübingen, 1838/50 Stadtpfarrer in Munder- kingen, gest. 1850.