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Zwölf Jahre einer theologischen Facultät
Entstehung
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nen gegen Prof. Riffel vorgebracht wurden, von der anderen in der jüngſten Zeit öffentliche Demonſtationen ſowohl gegen den genannten Profeſſor als auch gegen ſein Werk theils beabſichtigt, theils wirklich ausgeführtwurden, erwägenwir dies Alles, gnädig⸗ ſter Herr! ſo können wir der Ueberzeugung nicht widerſtehen, daß Gießen der Ort nicht ſei, wo die katholiſche Theologie mit gün⸗ ſtigem Erfolge auf die Dauer gelehrt werden könne.

Wir fühlen uns daher gedrungen, bei Ew. Biſchöflichen Gna⸗ den den ſehnlichſten Wunſch auszuſprechen: möge es Ew. Biſch. Gnaden, Hochwelchen unſer Bisthum ſchon ſo manche heilſame Anordnung und Einrichtung verdankt, gelingen, die Verlegung der theologiſchen Bildungsanſtalt nach Mainz zu veranlaſſen. Hier, unter den Augen Ew. Biſchöfl. Gnaden, als des natür⸗ lichen und geborenen Aufſehers einer Anſtalt, die, wenn ſie der Kirche wohlthätig werden ſoll, ihren kirchlichen Charakter nicht verlieren darf, wird unſere Facultät gewiß leichter emporblü⸗ hen, als dort am äußerſten Ende des Bisthums und in weiteſt möglicher Entfernung vom Wohnſitze Ew. Biſchöfl. Gnaden. Hier in einer altkatholiſchen Stadt werden die katholiſchen Pro⸗ feſſoren ungehindert katholiſch lehren und ſchreiben dürfen; hier in Mitte eines großartigen kirchlichen Lebens, in der Nähe des Biſchofs, beim Anblicke des majeſtätiſchen Gottesdienſtes in der Cathedrale, wird in unſeren jungen Theologen auch der kirchliche Geiſt frühzeitig angeregt und jener Sinn für das äußere katholiſche Leben geweckt werden, den man ſonſt nur zu oft in ihnen vermiſſen dürfte; hier endlich wird es möglich ſein, vermöge einer Vereinigung der prieſterlichen Vorbildung im Seminare mit der theologiſch wiſſenſchaftlichen Ausbildung, den Candidaten des geiſtlichen Standes den Aufwand von einigen Jahren in ihrer ſchönſten Lebenszeit und viele Ausgaben zu er⸗ ſparen; es wird möglich ſein, ihnen die zu einem wahrhaft fruchtbringenden Studium der Theologie nothwendige Ruhe und Geiſtesſammlung zu verſchaffen, und unſere künftigen Prieſter werden die heilige Wiſſenſchaft, die nur ein zur Frömmigkeit ge⸗ ſtimmtes Gemüth auf die rechte Weiſe erfaſſen und aufnehmen