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kann, nicht mehr im Geräuſche der Commerſe, in der Nähe der Kneipen, unter den Scandalen der Duelle, und in der vergiften⸗ den Nachbarſchaft einer falſchen, die Kirche und zum Theil das Chriſtenthum ſelbſt bekämpfenden Wiſſenſchaft ſtudiren müſſen.
Dies, Hochwürdigſter Oberhirt! ſind die Empfindungen und Wünſche, die wir bei Veranlaſſung jenes für unſer Bisthum ſo bedeutungsvollen Ereigniſſes, Ew. Biſchöfl. Gnaden ausſprechen zu müſſen glaubten. Wir erklären dabei auf das Feierlichſte, und bitten Ew. Biſchöfl. Gnaden auf das Feſteſte überzeugt zu ſein, daß wir dies keineswegs darum thaten, als ob wir an Hochdero thätiger Sorgfalt für das Wohl des Bisthums ir⸗ gendwie zweifelten; und eben ſo wenig in der Abſicht, Ew. Bi⸗ ſchöfl. Gnaden wider Hochdero Willen, zu irgend einem Schritte ſo viel an uns iſt zu drängen; ſondern nur darum, weil wir es als eine Pflicht und Ehrenſache für uns betrachteten, in einer Angelegenheit, wo es ſich um unſer Theuerſtes handelt, und wo ſo Vieles von der anderen Seite geredet worden iſt, auch unſererſeits zu reden, und jeden Schein der Gleichgiltigkeit von uns abzuwälzen; ſowie auch darum, weil wir hoffen, daß ſelbſt dieſe unſere Erklärung Ew. Biſchöfl. Gnaden in Verthei⸗ digung der Rechte der Kirche und Ihres Biſchöflichen Stuhles unter Umſtänden dienlich werden könne.
Mögen daher Ew. Biſchöfl. Gnaden, was Sie auch immer nach Hochdero Weisheit in dieſer Sache zu thun beſchließen werden, dieſe unſere treue und wohlgemeinte Erklärung gnã⸗ digſt aufnehmen, die wir in tiefſter Ehrerbietung verharren
Ew. Biſchöfl. Gnaden unterthänig gehorſame Pfarrer des Decanats Seligenſtadt. (Folgen die Unterſchriften.)


