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gegeben worden— in Dr. Leopold Sch mid. Seine Schülerrüh⸗ men an ihm ſeine, freilich ihnen oftmalsunverſtändliche Tiefe, und nach ſeinen Schriften zu urtheilen, ſcheint er wirklich die zu einem Dogmatiker erforderliche Klarheit des Geiſtes und Präciſion des Gedankens nicht vollſtändig zu beſitzen, denn er gefällt ſich in theoſophiſchen und kaballiſtiſchen Deutungen, die, ſo geiſtvoll ſie immer ſein mögen, dennoch mehr dazu dienen, die Sache dunkel als klar zu machen. Indeß immer achtungswerth bekleidet er ſeine Profeſſur mit Ehren, und die Facultät hätte, ſo wie ſie jetzt wieder componirt war, Erſprießliches leiſten können, da kam der 19. November 1841 mit der unerwarteten, ungerechtfertigten Abſetzung Riffels.
Durch dieſe Maßregel gegen Riffel, welche die Facultät ſtill⸗ ſchweigend(Andere ſagen beifällig) hinnahm, war die Facultät in den Augen der Katholiken und in der Wirklichkeit ruinirt. Die heſſiſche Regierung bot Alles auf, um den ſchlimmen Ein⸗ druck beim Klerus zu verwiſchen; man hörte, daß dem Biſchof verſprochen worden, es ſollten zur Illuſtration der katholiſchen Facultät und der Univerſität namhafte Gelehrte acquirirt wer⸗ den; aber es fand ſich kein ſolcher, der unter den jetzigen Ver⸗ hältniſſen einen Ruf angenommen hätte, und ſo wurden denn Lutterbeck aus Münſter und Fluck aus Weilburg berufen, erſterer für das Fach der Exegeſe und letzterer für das der Kir⸗ chengeſchichte.
Das Benehmen der Facultät in der ganzen Riffel'ſchen Angelegenheit konnte ihr nicht anders als zum Schlimmen ge⸗ deutet werden; es wäre aber unrecht, wollte man deßhalb die katholiſche Geſinnung der jetzt in Gießen wirkenden Männer in Zweifel ziehen. Waren die meiſten derſelben noch jung, ſo war zu erwarten, daß ihr Eifer um ſo größer ſein werde, und hatten ſie noch nichts Ausgezeichnetes geleiſtet, ſo konnte man doch nur Gutes von ihnen erwarten.
Etwas hatte bisher den Theologen in Gießen immer gefehlt, man hatte zu wenig Rückſicht darauf genommen, daß die Stu⸗ dierenden nicht zu Gelehrten und Profeſſoren, ſondern zu Seel⸗
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