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Ringe der beſchriebenen Form ſind auf aſſyriſchem Kulturge⸗ biet öfter dargeſtellt, z. B. in den Ohren der Eunuchen eines Reliefs von Korſabad(abgebildet bei Perrot⸗Chipiez, Histoire de l'art dans 'antiquité II S. 100 f., Fig. 23, 24, danach hier Abb. 2) ¹); der Palaſt Sargons, in welchem das Relief gefunden wurde, iſt Ende des 8. Jahrhunderts erbaut(ſ. ebenda S. 44). Goldene Ohrringe dieſer Art ſind in Karthago gefunden worden— M. Andree⸗ Eysn ſah ſie in großer Zahl im Muſeum Alaoui im Bardo bei Tunis(S. 71). Ebenſo kommen ſie aus den Gräbern phönikiſcher Siedelungen auf Sardinien zu Tage, in Nora(6. Jahrhundert v. Chr.) und in großer Menge zu Tharros. Zwei ſolcher Ohrringe ſind abgebildet bei F. H. Marſhall, Catalogue of the Jewellery, greek etruscan and roman in the Departements of Antiquities, Britiſh Muſeum, London 1911, Taf. XXIII No. 1499 ²) und 1508; ich wiederhole ſie nach einer Durchzeichnung, Abb. 3 und 4. Das
Abbild. 2. Abbild. 3. Abbild. 4.
Kreuz mit dem kleinen Ring(Abb. 4) iſt auf Durchſtechen des Ohres berechnet, das Kreuz mit der Schleife(Abb. 3) wurde hinter dem Ohr eingehängt. Man muß annehmen, daß die erſte, praktiſche Art eine ſpätere Erfindung iſt, die andere, weniger ſichere, die ältere Tragweiſe, daß mithin die Schleife älter iſt als der Ring.
¹) Während der Korrektur ſehe ich eine Photographie von H. Kleinmann in Haarlem, die den Großveſier und einen Eunuchen von dieſem Relief wieder⸗ giebt. Der Ohrring des Eunuchen iſt ein dreiarmiges Kreuz mit verzierten Enden, das an einem Ring im Ohre hängt.
¹) Dort ſteht weitere Literatur über Geſchmeide in dieſer Form; ich habe ſie in Vorſtehendem dankbar benutzt.
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