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frommen Erregungen als auf ihr letztes Ziel auf einen ſittlichen Zweck hinweiſen, welcher, ſei es an der eignen Perſönlichkeit, ſei es in der Außenwelt, durch freie Selbſtthätigkeit zu verwirklichen iſt; dagegen finden die äſthetiſchen Religionen ihre Befriedigung darin, daß ſie die Geſammtheit der endlichen Dinge in ihrem jedesmaligen factiſchen Beſtande als ein durch göttliches Walten wohl geordnetes Ganze anſchauen, ſo daß auch die freie That des Einzelnen nur unter dem Ge⸗ ſichtspunkte eines jener Geſammtheit durch höhere Ordnung eingefügten Beſtandtheiles betrachtet wird. Während die äſthetiſche Religion im Griechenthum geſchichtlich ihre vollkommenſte Verwirk⸗ lichung gefunden hat, ſo ſtellt dagegen das Chriſtenthum mit ſeinem Gebote der ſittlichen Wieder⸗ geburt und Heiligung, mit ſeiner Idee des Reiches Gottes, welche es als höchſtes Ziel des Strebens ſeinen Bekennern vorhält, den Charakter der ethiſchen Religion in ſeiner höchſten Vollen⸗ dung dar. Wo nun in einer Individualität die Anlage und Neigung vorwiegt, in der vorliegen⸗ den Mannigfaltigkeit der Natur und des menſchlichen Lebens ſelbſt unmittelbar auch die allgemeine Idee zu erkennen und des ſo von ſelbſt ſich darbietenden Schönen ſich zu freuen, im Vertrauen, daß das Schöne gewiß auch das Gute ſein werde, da werden wir eine natürliche Verwandtſchaft dieſer Eigenthümlichkeit mit der äſthetiſchen Religion anerkennen müſſen: es wird uns nicht ent⸗ gehn, daß dieſer Richtung Göthe's Naturell angehörte. Wo dagegen die ganze Perſönlichkeit vor⸗ zugsweiſe darauf gerichtet iſt, nach den Forderungen der Idee die Wirklichkeit erſt zu geſtalten und vor Allem das Gute zu ſchaffen, weil dieſes zwar in dem Schönen ſeine höchſte Vollendung ſucht, ihm aber zugleich zur unerläßlichen Vorausſetzung dient, da liegt eine natürliche Prädispoſition zur ethiſchen Religion vor; und wir werden nicht fehl gehen, wenn wir dieſe unſerem Schiller zuſchreiben, und obwohl Göthe bei ſeinem der ganzen Welt der Erſcheinungen erſchloſſenen wunder⸗ bar feinen Sinn auch das ſpecifiſch Chriſtliche, wie es in den Erfahrungen des frommen Gemüthes und in dem äußeren Leben ſich offenbart, mit lebendigerer Wahrheit dichteriſch dargeſtellt hat, ſo dürfen wir darum doch Schiller als dem innerſten Weſen ſeiner Perſönlichkeit nach dem Chriſten⸗ thum näherſtehend betrachten. Wenn Chriſtus ſpricht:„Wer ſeine Hand an den Pflug leget und ſiehet zurück, der iſt nicht geſchickt zum Reich Gottes!“— ſo hat unſer Dichter, nachdem er ſeinen Pflug einmal angeſetzt hatte an das von Gott ihm angewieſene Arbeitsfeld, niemals wieder die Hand müßig ruhen laſſen, noch feig und träge zurückgeſehen. Wenn der Apoſtel ſagt:„Ich ver⸗
geſſe was dahinten iſt und ſtrecke mich nach dem, was da vorn iſt und jage nach dem vorgeſteckten
Ziele!“— ſo gebührt auch unſerm Dichter der Ruhm, daß er in ſeinem Berufe ſich niemals genug gethan hat, ſondern unabläſſig dem Ziele höherer Vollkommenheit entgegenſtrebte. Und wenn der Heiland das große Wort ausſpricht:„Wer ſein Leben findet, der wird es verlieren, und wer ſein Leben verlieret um meinetwillen, der wird es finden,“— ſo hat unſer Schiller ſich that⸗ ſächlich zu ihm bekannt, indem er nur ſo viel gelebt zu haben glaubte, als er für das wahre, und ewige Leben gewirkt hatte, und im Ringen nach dieſem wahren Leben ſein irdiſches Leben ver⸗ zehrte. Auf dieſem ſittlichen Ernſte, auf dieſer unerſchütterlichen ethiſchen Energie beruhte die eigen⸗ thümliche Würde, welche, zumal in den ſpäteren Jahren, Schiller's Perſönlichkeit mit einem un⸗ widerſtehlichen Zauber umgab, der nur auf kleine, eitle Seelen abſtoßend wirkte, wie denn z. B. der genial liederliche Friedrich Schlegel den„bleiern moraliſchen“ Schiller, wie er ihn nannte, im


