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Heinrich Will : ein Gedenkblatt / [A.W.v. Hofmann]
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Von den übrigen interessanten Ergebnissen, welche die umfassende Untersuchung in grosser Zahl geliefert hat, soll hier nur noch der be- merkenswerthen Thatsache gedacht werden, dass während sich in der Asche des Samens der Leguminosen, der Cruciferen, der Coniferen nur tertiäre Phosphate vorfinden, die der Cerealien, des Hanfs, des Leins nur die secundären Salze enthält, ferner, dass die Verschieden- heit des stickstoffhaltigen Bestandtheils der Leguminosen, des Pflanzen- von dem entsprechenden Bestandtheile der Cerealien, dem

caseins, gegen Lösungsmittel in nächster

Pflanzenfibrin, in seinem Verhalten Beziehung steht mit dem grösseren Gehalte des Samens der Legumi- nosen an alkalischen Basen im Vergleich zur Menge der Phosphor- endlich dass sich in der Asche der Erbsen im Vergleich mit derjenigen der übrigen Samen ein constant höherer Gehalt an Schwefel- säure vorfindet. Bemerkenswerth ist auch noch der Unterschied in der Zusammensetzung, welche die Asche des Apfelbaumholzes und die Asche der auf demselben gewachsenen Mistel zeigen, insofern die letz- tere bedeutend grössere Mengen Kali und Phosphorsäure enthält. Man die Mistel gewissermaassen die Function der Frucht h die Ursache der Schädlichkeit dieses Schmarotzers

säure,

erkennt, dass ausübt, woraus sic von selbst ergiebt.

Schon etwas früher als die Untersuchungen über die anorgani- schen Bestandtheile der Vegetabilien hatten Will und Fresenius: Neue Verfahrungsweisen zur Bestimmung des Werthes der Potasche und Soda, der Säuren und des Braunsteins ¹) ver- öffentlicht. Ehe diese Methode in Vorschlag gebracht wurde, bediente man sich zur Werthbestimmung der Potasche und Soda ausschliesslich der zuerst von Descroizilles angewandten, später von Gay-Lussac und Anderen veränderten Methode, welche bekanntlich darin besteht den Alkaligehalt durch Sättigung mit einer Probesäure von bekannter Stärke zu ermitteln; diese Methode liefert in Abwesenheit von Schwefel- allen, von kieselsauren, phosphorsauren, schwefligsauren und unter- Resultate, nicht aber bei Gegenwart dieser Salze, und zu jener Zeit war die Soda und Potasche, welche im Handel fast niemals frei von denselben. Bei Verwerthung der neuen die der Kohlen-

met schwęfligsauren Salzen gute

vorkam, Methode wird nicht die Menge des Alkalis, sondern Der einfache elegante Apparat, der für diesen Zweck die beiden Kölbchen durch Röhren mit ein- in dem einen befindliche concentrirte

säure bestimmt. in Anwendung kommt, ander verbunden, so dass die Schwefelsäure sowohl die Entwickelung der Kohlensäure aus dem in dem anderen befindlichen Carbonat, als auch das Trocknen der ent-

weichenden Kohlensäure besorgt, ist zu bekannt, als dass es hier

mehr als dieser Andeutung bedürfte. Der Leser der Abhandlung

¹) Lieb. Ann. XLVII, 87 und XLIX, 125.