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Heinrich Will : ein Gedenkblatt / [A.W.v. Hofmann]
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keine Chlormetalle, wohl aber wechselnde Mengen von Kieselsäure und schwefelsauren Salzen, während sich in der Asche des Samens der Eiche, der Kastanie, der Buche neben phosphorsauren Salzen auch kohlensaure Salze in bedeutender Menge vorfinden, geschlossen werden dürfen, dass für die erstere Gruppe besonders die phosphorsauren Salze unentbehrliche Bestandtheile, für die letztere ausserdem noch an andere(organische) Säuren gebundene Alkalien Lebensbedingung sind. Im weiteren Verlaufe der Arbeit wird dann eine Zusammen- stellung der bis dahin aufgefundenen normalen Aschenbestandtheile der Vegetabilien gegeben und gezeigt, dass sich die sämmtlichen

Pflanzenaschen in 3 Hauptgruppen bringen lassen:

1) Aschen mit vorwaltenden kohlensauren Alkalien und Erden. Eine solche Asche liefern die Holzarten, die kraut- artigen Gewächse und Flechten, sofern sie reich an pflanzen- sauren Salzen sind.

2) Aschen mit vorwaltenden phosphorsauren Alkalien und alkalischen Erden; hierhin gehören fast alle Samen- aschen.

3) Aschen mit vorwaltender Kieselsäure; eine solche geben die Halme der Gramineen, der Equisetaceen u. s. w.

Die Verfasser machen darauf aufmerksam, dass diese Eintheilung keine strenge sein kann, und dass sich, ausser den schon jetzt be- kannten Beispielen, noch zahlreiche weitere Uebergänge von der einen zu der anderen Gruppe finden werden. Die Asche der Mistel bildet z. B. ein Mittelglied zwischen der ersten und zweiten Gruppe, in- sofern sie nicht nur reich an kohlensauren Verbindungen, sondern auch an phosphorsauren ist; dasselbe gilt für die Asche des Samens der Eiche und der zahmen Kastanie. Die Asche mancher Samen, wie die der Hirse, des Hafers und auch der Gerste, ist so reich an Kieselsäure, dass man sie ebenso gut der zweiten, wie der dritten Gruppe einreihen könnte.

Es folgt nun die Beschreibung einer Methode der quantitativen Analyse der Aschen, welche sich bei der umfangreichen Untersuchung als brauchbar bewährt hat, und hierauf, tabellarisch geordnet, eine Zusammenstellung der Ergebnisse zahlreicher Analysen der verschie- densten Pflanzen. In der Erörterung dieser Ergebnisse wird alsdann gezeigt, in wieweit die oben aufgestellten Sätze durch dieselben be- stätigt werden; es wird ferner darauf hingewiesen, wie erfreulich sich das Liebig'sche Gesetz der Vertretung des Kalkes durch Alkali gerade durch die Analyse der Tabaksasche bestätigt hat. Als orga- nische Säure, an welche die unorganischen Basen in der Tabaks- pflanze gebunden sind, wird in Uebereinstimmung mit den Angaben von Reimann und Posselt die Aepfelsäure erkannt.