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auch aus jener Zeit einige schöne Esperime ntaluntersuchungen, auf die ich gpäter im PBezonderen zurückkommc.
Dem so vielfach Be chäftigten prachte das Jahr 1870 noch gine neue Bürde aber auch Würde die höchste welche dem Akademiker zu Theil woerden kaunn: Will ward von zeinen Collegen „um Rector der Univertitüt erwählt Am 9. Jani hielt er seine Rectoratsrede Thema derselben ist eine Frage welche die Menschen oit dem grauen Alterthum bewegt pat, die aber zur Zeit durch die allseitig in die Wissenschaft eindringenden Lrgebnisse von Ielm Holtz grundlegender Arbeit äber die Erhaltung der Kraft wieder in den Vordergrand gedrängt worden wan Wie der Titel der Rede: Ueber Materie und Kräfte vom chemischen Standpunkte« undeutet vorsucht der Redner darzulegen, welchen ELinblick die Ergebnisse der modernen chemischen Forschung in die Natur von Stoff und Kraft gewäühren. Wer heute diese Rode liest, wird zunächst denr vollendeten Peorm Bewunderung zollen, en wird auch die Sorgfalt nicht verkennen, mit welcher der Verfasser bemüht gewesen ist, seinen gemischten Zu hörerkreis für das Vorstäündniss der in der That gar nicht leicht über- gahbaren Verbältnisse vorzubereiten; er wird jedoch gleichwohl vielleicht „weifelhaft bleiben ob Diejenigen, welche nicht schon frühen ſiber die ſerage ernstlich nachgedacht hatten, ein klares Bild seiner Vorstel lungen au der Aula mit nach IIause genommen haben Man muss diesen Aufsautz mehrmals lesen, um dem Gedankengang des Verfassers Sehritt für Schritt zu folgen; man darf aber die Frage aufwerfen, ob dumals Viele Zeit und Ruhe für ein solches eingehendes Studium desselben gofunden haben Das letzte Wort der Giessener Rectorat rede wan kaum verklungen, als die Krieg drommete die streitbaren Männer Deutschlands unter die Waflfen rief Feür Monate war den Menschen Jar Sinn für die Erörterung akademischer Fragen abhanden gekommen. In der That, Wer die grosse Zeit nicht miterlebt hat, der macht sich
heute kaum mehr eine Vorstellung von der loôrregung der Gemüther in
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ſenen Tagen, Wie Windsbraut zieht es über die Gauen unseres Vater landes, In das Gefühl der Erbitterung äber den frevelhaft herauf peschworenen Kampf mischt sich Uammende Begeisterung für die Ver theidigung des heimi chen PHerdes und zuversichtliches Hoffen auf den Sieg der gaten Sache Man verkennt nicht die Gefahren, welche den wontliechen Städten drohen, indessen von Unruhe oder gar von ernst licher Befürchtung ist nicht die Rede.
Seltsam genug: in fremden Landen scheint man für die Sicherbeit diesor deutschen Städte mehr noch als in Deutschland selber besorgt goweson zu sein, Dem Verfasten dieser Skizze liegt eine Anzahl Briefe vor. welche in den ersten Tagen nach der Kriegserklärung an Will ge langten, darunter ein wahrhaft rührender von seinem alten Schüler und
Preunde J. L. B. in London. Der Schreiber zittert bei dem Gedanken


