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Aus dem Archiv der Universität Gießen : I. Zur Geschichte des alten Marburg-Gießener Universitäts-Stipendien / von Oberbibliothekar Dr. H. Haupt
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Aus dem Archiv der Univerſität Gießen. 113

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den Freiheitsbrief des Landgrafen vom 31. Auguſt 1529 verwirk⸗ licht, in welchem der Landgraf erklärt, daß er etliche Studenten in Marburg unterhalten und dieſelben mit jährlichen Stipendien ad studia ziehen und kaufen laſſen wolle, um ſo zum Beſten des Landes gelehrte, geſchickte und gottesfürchtige Leute, Prediger und Amtleute zu pflanzen und aufzuziehen.²) Die Mittel für die Be⸗ gründung der Stipendiatenanſtalt, über deren Einrichtung jener Freiheitsbrief eingehende Beſtimmungen trifft, hatten die in den Dörfern, Flecken und Städten der Landgrafſchaft vorhandenen kirch⸗ lichen Lehen, Altarſtiftungen und ſonſtigen geiſtlichen Beneficien von größerer Bedeutung, welche die Durchführung der Reformation ver⸗ ſügbar gemacht hatte, zu liefern. Dieſe Beiträge bereit zu ſtellen,

4) Schminde, Monim. Hass., II, 588 ff., darnach Br. Hildebrand, Ur⸗ kundenſammlung über die Verfaſſung und Verwaltung der Univerſität Marburg unter Philipp dem Großmühtigen(1848), S. 2. Ueber das Stipendienweſen an den Univerſitäten Marburg und Gießen überhaupt vgl. Ch. Fr. Ayrmann, De rei

²) Hildebrand a. 3.. G. 12 f.

Mittheilungen des Oberheſſiſchen Geſchichtsvereins IV.