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weils in ſein Haus nehmen möge.“ Da blieb er ſechs Jahre, bis er wieder in die Bibliothek kam.
Doch auch Kortholt ſtellte den verlangten Katalog nicht auf; ſein Nachfolger Dr. Arnoldi bekam daher 1725 aber⸗ mals die Aufgabe, den ſo oft geforderten indicem zuſtand zu bringen. Da er nach drei Jahren dem noch nicht nachgekommen war, wurden ihm die Profeſſoren Eſtor und Ayrmann beigegeben,„damit alles deſto ehender in Stand gebracht werden möge,“ auch außer dem Katalog ein vollſtändiges Inventar über die ganze Bibliothek aufgenommen werde. Wieder drei Jahre ſpäter wird befohlen, dem Bibliothekar für dieſe Ar⸗ beiten das nötige Papier und die übrigen Schreibmaterialien zu reichen, auch einen Ofen in das zur Bibliothek gehörige Muſeum zu ſetzen.
Nach Arnoldis Tod wurde 1735 Ayrmann Bib⸗ liothekar mit 40 fl. Gehalt und ihm zugleich die Aufſicht über de früher erwähnte May'ſche Bibliothek übertragen. 1736 hatte Ayrmann wirklich einen Katalog über die May'ſche Bibliothek aufgeſtellt und bewilligte ihm der Landgraf für dieſe Arbeit 100 fl., beſtimmte auch weiter, daß jeder neu ankom⸗ mende Student außer ſeinem gewöhnlichen Geldbeitrag für die Bibliothek noch 5 Albus pro Bibliothekario entrichten ſoll.
Durch das ganze 17. und 18. bis in unſer Jahrhundert hinein zieht ſich ſo die Klage über den Mangel eines Katalogs. Oft genug wird ſeine Abfaſſung verlangt, auf dieſelbe gedrängt, die Bibliothekare ſelbſt von höchſter Stelle mit zarten und derben Worten ermahnt, aber alles iſt umſonſt. Zwar war beſtimmt, daß der Syndikus, der Bibliothekar und der Oe⸗ konom, ſowie alle diejenigen, welche vom Rektor noch dazu beſtimmt werden, die Bibliothek zu beſichtigen, ein Verzeichniß doppelt aufnehmen ſollten mit Meldung des Verfaſſers, des Formats, Drucks, Jahrs und dgl. eins für den Syndikus, das andere für den Bibliothekar, auch jedes Jahr die neu zu⸗ gekommenen Bücher einzutragen ſeien, aber es wurde nicht ausgeführt, obgleich der jährliche Zuwachs, beſondere größere Schenkungen abgerechnet, außerordentlich gering war.
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