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Bibliotheca Academica et Senkenbergiana : ein Beitrag zur Geschichte der Hochschule Gießen. / von Dr. O. Buchner
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Die Verwaltung der Stiftung beſteht aus vier Aerzten und vier Frankfurter Bürgern. Die Hauptaufſicht übertrug Johann Chriſtian Senckenberg dem jedesmaligen äl⸗ teſten Sohne ſeines älteſten Bruders und nach Ausſterben der Familie(1842) den zwei Dekanen der mediciniſchen und ju⸗ riſtiſchen Fakultät in Gießen.

1771 begann der Bau des Spitals, 1779 wurde es vollendet. Der Stifter ſelbſt überwachte die Ausführung des Baues aufs ſorgfältigſte. Am 15. November 1772 war er in der Mittagszeit allein auf das Gerüſt geſtiegen, da ergriff den Sechsundſechzigjährigen einer ſeiner häufigen Schwindel⸗ anfälle, er ſtürzte ab und brach das Genick.

Johann Chriſtian Senckenberg hinterließ bei ſeinem Tode ein Vermögen von 117400 fl. Schon dieſe be⸗ trächtliche Summe hätte genügt, die Pläne des hochherzigen Stifters würdig auszuführen. Durch zahlreiche anderweitige beträchtliche Schenkungen konnten ſie ſich auf das großartigſte entfalten.

Der dritte Bruder war Johann Erasmus Sen⸗ ckenberg, geboren 1717. Er war ein hochbegabter, aber durchaus zerfahrener Menſch. Mit ſeinem 15. Jahr bezog er die Hochſchule Altorf, dann Göttingen, um die Rechte zu ſtu⸗ dieren, und kehrte nach fünf Jahren nach Frankfurt zurück. Hier trieb er die Advokatur, aber ohne ſich je in die Reihe der Advokaten aufnehmen zu laſſen, obgleich er einen großen Schatz von juriſtiſchem und geſchichtlichem Wiſſen beſaß. 1744 wurde er Hofrath mehrerer kleiner Reichsſtände, 1746 in den Frankfurter Rath gewählt, 1749 geadelt. Seine Hauptfehler waren übertriebener Ehrgeiz und Selbſtüberhebung, ſowie ein höchſt ausſchweifendes Leben. Er ſtahl Aktenſtücke, machte falſche Protokolle, beſchimpfte ſeine Amtsgenoſſen im Rath, machte Schmähſchriften und Gedichte der gemeinſten Art. Obgleich er alsFalſarius erklärt wurde, blieb er doch noch 12 Jahre Mitglied des Senats. Doch wurde er 1769 wegen wieder⸗ holter ſchwerer Beleidigung des Raths gefangen genommen und ſtarb nach 26jähriger Gefangenſchaft 1795.

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