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berief ihn Kaiſer Franz I. als Reichshofrath nach Wien und ertheilte ihm 1751 die erbliche Reichsfreiherren⸗Würde. 1764 war er im Gefolge Kaiſer Joſephs II. bei deſſen Krönung in Frankfurt. So ſtarb 1768 Heinrich Chriſtian von Senckenberg in Wien als berühmter Gelehrter und Schrift⸗ ſteller. Aus ſeiner zweiten Wiener Ehe hinterließ er zwei Söhne; von dem älteren Renatus wird weiterhin die Rede ſein, der jüngere Karl Chriſtian trat in ſardiniſche Kriegsdienſte und ſtarb als Hauptmann kinderlos.
Der Bruder des Heinrich Chriſtian Senckenberg war Johann Chriſtian Senckenberg, geboren 1707 in Frankfurt. Durch die unglückliche Ehe ſeiner Eltern und den fortdauernden Streit zwiſchen denſelben erhielt er ſogut wie keine Jugenderziehung. Als ihn ſein Vater einſt ſchlagen wollte, reichte ihm ſeine Mutter einen Stock zur Gegenwehr und dabei hatte er das Unglück, ſeines Vaters Auge zu ver⸗ letzen, das dieſer infolgedeſſen einbüßte. Da 1720 des Vaters Haus niederbrannte, war dieſer nicht imſtande, den Sohn nach Verlaſſen des Gymnaſiums ſofort die Hochſchule beziehen zu laſſen. Sechs Jahre lang bereitete er ſich privatim auf das Studium der Mediein vor theils in Herxheim in der Pfalz, theils in Laubach bei dem Gräflich Solmſiſchen Leibarzt Dr. Reich, theils bei ſeinem Vater in Frankfurt. Erſt im April 1730 konnte er die Hochſchule zu Halle beziehen, doch ſtudierte er nur 1 ½ Jahre, da ſein Vater ſehr bald ſtarb. Er kehrte zu ſeiner Mutter nach Frankfurt zurück und dieſe ſetzte nun mit ihm den häuslichen Krieg fort. Wenn er auch ohne den Titel als Dr. med. die ärztliche Praxis betrieb, ſo waren doch durch ſeine Sonderliebhabereien, namentlich Phyſik, und Chemie, ſowie durch ſeinen ausgedehnten Umgang und Brief⸗ wechſel mit den verſchiedenen Gelehrten die Geldeinnahmen nicht derart, wie es ſeine Mutter wünſchen mochte. So ent⸗ ſtanden die ärgerlichſten Auftritte. Sie ſchalt ihn, ſie ſchlug ihn, ja ſie warf wohl auch im Jähzorn eine Schüſſel nach ihm. All das ſah Johann Chriſtian als eine beſondere, von Gott ihm auferlegte Prüfung an, die er in Geduld zu be⸗
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