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Bibliotheca Academica et Senkenbergiana : ein Beitrag zur Geschichte der Hochschule Gießen. / von Dr. O. Buchner
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war, der die Wiſſenſchaften hochhielt und ſie, ebenſo wie die Armen und Leidenden nach Kräften unterſtützte.

In einem Zuſatz zu ſeinem Teſtament beſtimmte er noch, daß es ſeiner Tochter frei ſtehen ſolle, aus der der Univerſität vermachten Bibliothek Andachtsbücher und deutſche und franzö⸗ ſiſche Werke der ſchönen Literatur für ſich auszuwählen.

Nur wenige Wochen nachNiederlegung des Teſtaments ſtarb die Tochter, ſeine Univerſalerbin, an den Blattern. Sie hinter⸗ ließ nur ein Kind, an dem der alte Renatus mit zärtlicher Liebe hing. Doch machte ihn der ſchwere Verluſt ſeiner Tochter auch krank und veranlaßte ihn, am 16. October 1800 einen Nachtrag zu ſeinem Teſtament zu ſchreiben, worin er ſeiner Wittwe den unteren Stock ſeines der Hochſchule vermachten Hauſes auf Lebzeiten vorbehielt. Von den übrigen Beſtim⸗ mungen iſt nur die nach von Intereſſe, daß er allen ſeinen Schuldnern in Stadt und Land, die Honoratiores mit ein⸗ geſchloſſen, ihre Schuld ſchenkte.

Drei Tage ſpäter ſtarb Renatus von Senckenberg ebenfalls.

Inbezug auf dieſes wichtigſte und bedeutendſte aller Legate iſt noch zu erwähnen, daß in dem weiteren Senat der Hoch⸗ ſchule die Gefühle der Dankbarkeit zwar weit überwiegend waren, auch daß Profeſſor Grolman zum Bibliothekar ernannt und daß einſtimmig der Beſchluß gefaßt wurde, es ſolle dem verſtorbenen Teſtator von der Hochſchule ein gedruckter Nach⸗ ruhm gewidmet werden, als aber der und jener vorgeſchlagen wurde, er ſolle das elogium verfaſſen, ſo lehnte dies doch jeder unter dem Vorwand ab, er habe dazu abſolut keine Zeit. Das ſei Sache des Profeſſors eloquentiae, deſſen Lehrſtuhl aber unbeſetzt ſei. Man ſolle bis zu ſeiner Berufung mit dem elogium warten.

Und ſo iſt denn niemals ein ſolches geſchrieben und ge⸗ druckt worden.

Für die weitere Verwaltung des Senckenbergiſchen Bib⸗ liothekſonds iſt es vielleicht nicht ohne Intereſſe zu hören, daß die Einkünfte in willkürlich herausgegriffenen 24 Jahren von 1809 bis 1832 betrugen: