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richten und bei dem Quäſtor der Univerſität einzureichen. Später ein⸗ gehende Stundungsgeſuche finden nur Berückſichtigung, wenn die Ver— ſpätung glaubhaft entſchuldigt wird.
§ 7.
Es ſteht in dem Ermeſſen der Docenten, ob ſie den Honorarbetrag ganz oder nur zur Hälfte ſtunden wollen.
§ 8.
Der engere Senat entſcheidet auf Vortrag des Quäſtors in allen Stundungs⸗Angelegenheiten. An der Abſtimmung nimmt der Quäſtor nicht Theil.
§ 9.
Iſt die Stundung bewilligt, ſo erhält der Geſuchſteller einen Stundungsſchein. Dieſer Schein iſt nur für Vorleſungen desjenigen Semeſters gültig, in welchem er ertheilt wurde.
Geſuche um Erneuerung ſind vor Schluß des Semeſters(15. März, 15. Auguſt) bei dem Quäſtor der Univerſität einzureichen. Dem Er⸗ neuerungsgeſuche iſt das Collegienbuch des Geſuchſtellers mit den Zeugniſſen der betreffenden Docenten über den Fleiß des Geſuchſtellers beizufügen.
Liegt kein Grund zur Entziehung der Stundung vor, ſo wird auf Grund Beſchluſſes des engeren Senates die Erneuerung durch den Quäſtor auf dem Stundungsſchein bemerkt.
§ 10.
Die Stundung wird entzogen:
1) wenn der Inhaber eines Stundungsſcheines durch Unfleiß oder ungeeignetes Betragen der Wohlthat der Stundung ſich un⸗ würdig erweiſt;
2) wenn derſelbe einen Aufwand treibt, welcher mit dem beige⸗ brachten Armuthszeugniß in Widerſpruch ſteht;
3) wenn die Vermögensverhältniſſe des Inhabers ſich weſentlich beſſern.
Wird die Stundung entzogen, ſo ſind von dem Studirenden die
geſtundeten Honorarien in der von dem engeren Senate zu beſtimmenden Friſt an den Quäſtor zu entrichten.
8 11. Aul. 1. Bei dem Abgange von der Univerſität hat der Studirende, welchem
Stundung des Honorars gewährt worden iſt, den nachſtehenden Revers bei dem Quäſtor der Univerſität zu unterſchreiben:


