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„ und Der Verfaſſer theilt darum ganz die auch von Herrn 24 Schleiermacher in ſeinen„Bemerkungen“ neuerdings ausgeſpro⸗ udiren gſtens ätten,„durch die, wenigſtens in manchen Ländern bereits eingeführte öf⸗ rieben„fentliche und mündliche Rechtspflege Menſchen von der niedrigſten, Lehrer„wie von der höchſten Bildungsſtufe zur öffentlichen Rede genöthigt „werden, in einer ſolchen Zeit fängt es in der That allmählich an, geht,„eine Schmach zu ſein, wenn die Männer, welche vor Allen die tochen„Träger der Wiſſenſchaft und der höheren Cultur zu ſein berufen „ſind, von dem geſchriebenen Buchſtaben ihrer Hefte ſich nicht los⸗ „zuwinden, ihrer Mutterſprache ſich nicht ſo weit mächtig zu ma⸗ „chen verſtehen, daß ſie über die Gegenſtände, deren Erforſchung über„ihr ganzes Leben und alle ihre reiche Muße ausfüllt, einen freien „lebenvollen Vortrag zu halten vermögen. es in„Entgegne man nicht, daß die den Zuhörern mitzutheilenden Kennt⸗ iche zu„niſſe, namentlich die hiſtoriſchen, ſprachlichen und literariſchen, die rübren„gerügte Methode nothwendig machen, wenn nicht unzählige Irr⸗ c ge„thümer und Mißverſtändniſſe entſtehen ſollen. Denn abgeſehen und„davon, daß dieſe Gefahr durch nachgeſchriebene Hefte gar nicht docen„vermieden, im Gegentheile erſt recht herbeigeführt wird, ſo iſt das allen„eben das Unglück, daß man die einzige und höchſte Aufgabe des über„akademiſchen Vortrages in Mittheilung der zu erwerbenden Kennt⸗ läug„niſſe ſucht. Wäre dieſe Aufgabe die richtige, ſo würde ich unbe⸗ dauli„denklich rathen, alle akademiſchen Hörſäle zu ſchließen, weil dieſer Erwe⸗„Zweck ungleich beſſer durch Lectüre und Privatſtudium, oder durch todte„Verbindung mehrerer Studirenden zu gegenſeitigem Unterrichte er⸗ er es„reicht werden kann. Denn wo wäre denn eine Wiſſenſchaft oder wenn„auch nur ein einzeles Capitel einer Wiſſenſchaft, worüber nicht weit vollte,„gründlichere Schriften exiſtirten, als bei weitem die Mehrzahl aller jedem„Profeſſorenhefte? Weſches Capital könnte alſo von den Staaten und n he⸗„von den einzelen Familien erſpart werden, wenn man ſich, ſtatt erren„des Beſuches der Univerſitäten, bloß auf Anſchaffung der nöthigen Eine„literariſchen Hülfsmittel beſchränken wollte, aus welchen bei eini der.„gem Privatfleiße eben ſo Viel, und wohl Mehr gelernt werden rüch„kann, als aus den in der bisherigen Weiſe abgehaltenen Vorle. leſen„ſungen.“——„Doch nein, die Beſtimmung der Univerſitäten iſt 3„eine höhere. Der akademiſche Vortrag ſoll den todten Buchſtaben ven„der Wiſſenſchaft beleben, die Kraft anregen, das Gemüth begei iſch
„ſtern; aber freilich das Alles hat noch niemals ein abgeleſenes
5„und in die Feder dictirtes Wort vermocht.“ elchet


