Druckschrift 
Abwehr von Schmähungen, welche Herr Dr. Joseph Pözl, o.ö. Professor f. Bayerisches Staatsrecht a.d. Köln. Bayerischen Ludwig-Maximilians-Univ. zu München, wegen einer 1859 zu Giessen vollzogenen medicinischen Promotion gegen mich gerichtet hat / von Dr. Philipp Phoebus, o.ö. Prof. d. Med. a.d. Grossherzogl. Hess. Ludewigs-Univ.
Seite
9
Einzelbild herunterladen

ich es otions- gungen schaft- 8o viel lualität

nichts

en oder

e Mal weiten recht- lauben

Ehre, legen. u be-

gern

nigel- vürde

1] nittel-

aben: relehe laupt Ge⸗ ennen e all

bsO-

9

In der Arzneimittellehre nur die gebräuchlichsten Mittel, von diesen aber auch die Hauptbestandtheile(so dass Sie wenigstens kurz an- geben können, wo sich z. B. ein Alkaloid findet, wie dasselbe heisst, ob es auch für sich angewendet wird, was ein Alkalord ist also auch einige all- gemeine Begriffe über Säuren, Basen, Salze und chemisch indifferente Stoffe oder die chemische Zusammensetzung von Calomel, Sublimat, Gold- schwefel, Brechweinstein u. dgl.).

Ich verharre mit vollkommenster Hochachtung ergebenst

Giessen, 15. Aug. 1859. Dr. P. Phoebus, Decan(für 1859) der medicinischen Facultät.

*) Nach dieſem dem Decanatsſchrei⸗ ben beigefügten Bedingungsverzeichniß hat die Gießener mediciniſche Facultät auf ihrem wohl⸗ aſſortirten Lager nicht wenigerals fünf⸗ erlei Diplome welche den Kaufluſtigen Hr. Pözl konnte aus dem von ihm verspotteten Blatte(S. Note 5) selber entnehmen, dass die medicini- sche Facultät zu Giessen nicht in absentia promovirt, sondern nur auf ein mündliches Eaamen rigorosum hin; ja er hat es wirklich daraus entnommen, wie dies der Schluss seiner Note beweist. Und dennoch erlaubt er sich durch das WortKauflustigen die Fa- cultät des Promovirens in absentia oder gar des förm- lichen Verkaufens von Diplomen zu verdächtigen. Man kann nicht bestimmter, als es Hr. Pözl hier thut, sei- nen eigenen Hang zum Verleumden und zugleich sein àusserst kurzes Gedächtniss darthun. nach Geſchmack und Bedarf angeboten werden, alle ſpottwohlfeil und zu firen Preiſen, von 151 fl. bis 256 fl. 6 kr. Davon können aber 85 fl. und reſp. 141 fl. vornherein verloren gehen, wenn der Bewerber durchfällt ohne zu repetiren u. ſ. w. Ich lasse in Note() das lithographirte(litho- graphisch abgeklatschte) Blatt, über welches Hr. Pözl spottet, buchstäblich abdrucken. Der g. Leser wird

6)

der Medicin,

der Medicin und Chirurgie,

der Medicin, Chirurgie und Geburtshülfe,

der Thierheilkunde, oder

der Pharmacie bei der Grossherzogl. Hessischen Ludewigs-Universität zu Giessen promovirt zu seyn wünscht, so hat er sich an den zeitigen Decan der medicinischen Facultät zu wenden und durch den- selben dem medicinischen Promotions-Collegium vorzulegen: