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Der forstwissenschaftliche Unterricht an der Universität Gießen in Vergangenheit und Gegenwart : ein Gedenkblatt zur Erinnerung an den 14. Juni 1881, den in Gießen ausgebildeten Forstwirthen und allen Anhängern des forstlichen Universitätsunterrichts / gewidmet von Dr. Richard Heß
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37 bezüglich der Amtswohnung des Bibliothekars das ſeitherige Verhält⸗ niß beſtehen bleiben ſolle.

Da die vom 20. Februar 1865 ab datirenden weiteren Be⸗ mühungen Guſtav Heyer's und einiger anderer Profeſſoren(Knop, Clebſch, H. von Ritgen und Heinzerling), eine beſondere techniſche Aula ¹) zur Unterbringung einer Anzahl von Inſtituten in's Leben zu rufen, ſcheiterten, und auch die Bemühungen des Heraus⸗ gebers, das durch den Auszug der Veterinäranſtalt in ein neues Staatsgebäude ſeit Ende Auguſt 1871 frei gewordene Oekonomats⸗ gebäude(auf dem Brand) für den forſtlichen Unterricht zu erhalten, ohne Erfolg waren, ſo verblieb derſelbe bis auf Weiteres in dem Wallenfels'ſchen Hauſe. Die Sammlungen hatten ſich inzwiſchen in den 1870 er Jahren ſo vermehrt ²), daß die Räume zu deren Unter⸗ bringung nicht mehr ausreichen wollten.

Mit großer Freude begrüßten daher die Lehrer und Studirenden der Forſtwiſſenſchaft die nach langer Verhandlungen zwiſchen der Re⸗ gierung und den Ständen, bez. auch mit der Univerſität, endlich ge⸗ nehmigte Herſtellung eines neuen Univerſitätsgebäudes, deſſen Bau am 15. Juni 1877 begann. Ende 1879 war das ſtattliche dreiſtöckige Gebäude ³) in der ſog. Stephansmark(Ludwigsſtraße) ſo weit vollen det, daß es dem Gebrauch übergeben werden konnte. Die feierliche

¹) Der hieſige Gemeinderath offerirte für den Fall, daß dieſer Bau zu Stande kommen ſollte, den ſehr anſehnlichen Beitrag von 20,000 fl. aus Stadtmitteln und die unentgeltliche Ueberlaſſung eines Bauplatzes in der neuen Stadtanlage, nach Bedürfniß bis zur Breite von 45 m. ²) Als der Herausgeber die Sammlungen des Forſtinſtituts im Frühjahr 1869 übernahm, zählte das hierüber aufgeſtellte Inventarium 502 Nummern. Gegenwärtig(Juni 1881) iſt die Ziffer 1273 erreicht, ohne daß etwa das Princip des Eintragens gegen früher verändert worden wäre. ³) Der Bau iſt maſſiv, bis Sockelhöhe in rothem Sandſtein, in den folgen⸗ den drei Stockwerken theils in grünlichem Sandſtein, theils in Blendbackſteinroh⸗ bau ausgeführt. Die Länge desſelben beträgt 63 m, die bebaute Fläche 1660 qm. Das Gebäude enthält außer dem Forſtinſtitut: Das Antikenkabinet: zwei Sääle nebſt Director⸗Zimmer; Das mathematiſche Kabinet; Das geodätiſche und mathematiſch⸗phyſikaliſche Kabinet; Das phyſikaliſche Inſtitut mit 15 Räumlichkeiten: Hörſaal, Sammlungsſaal Laboratorien, Arbeits⸗ und Docentenzimmer ꝛc.;

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