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Der forstwissenschaftliche Unterricht an der Universität Gießen in Vergangenheit und Gegenwart : ein Gedenkblatt zur Erinnerung an den 14. Juni 1881, den in Gießen ausgebildeten Forstwirthen und allen Anhängern des forstlichen Universitätsunterrichts / gewidmet von Dr. Richard Heß
Entstehung
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36 Vorbereitung zum Staatsforſtdienſt und des hiermit in Zuſammenhang ſtehenden Prüfungsweſens folgen.

ad 1. Bis zum Winterſemeſter 185 3(incl.) war der forſtwiſſen⸗ ſchaftliche Unterricht in dem allgemeinen Univerſitätsgebäude(auf dem Brande) ertheilt worden. Eigentliche Sammlungsräume gab es und brauchte man auch bis dahin noch nicht. Selbſt ein beſonderer forſt⸗ licher Hörſaal war in der alten Aula nicht vorhanden, und mußten ſich die forſtlichen Docenten mit jedem beliebigen gerade disponibelen Auditorium begnügen, wodurch die Aufſtellung etwaiger Demonſtrations⸗ objecte vor dem Beginn der Stunde, deren längere Belaſſung daſelbſt, desgl. die mehr als eine Stunde in Anſpruch nehmenden Arbeiten, wie Zeichnung von Karten und Wegprofilen ꝛc. unmöglich wurden.

Dieſe und andere Uebelſtände, ſowie die Dringlichkeit, für die nun energiſch in Angriff genommenen Sammlungen geeignete Locali⸗ täten zu beſchaffen, führte dazu, daß vom Sommerſemeſter 1858 ab, auf Antrag Guſtav Heyer's, in der den Erben des verſtorbenen Buchhändlers Heyer gehörigen alten Realſchule(Weidengaſſe) 7 Zimmer nebſt Zubehör für die forſtlichen Unterrichtszwecke zum Preiſe von 250 fl. gemiethet wurden. Der Verkauf dieſes Hauſes machte am 1. April 1861 einen Wechſel nöthig. Es wurden nun die oberſte Etage und einige Zimmer der unteren(für den Diener) in dem Hauſe des Färbereibeſitzers Wallenfels(hinter der Kirche) für das Forſtinſtitut gemiethet. Allein die Unterbringung in einem gemietheten Privathauſe war aus nahe liegenden Gründen von jeher mit vielen Mißſtänden verknüpft. Die Directoren des Forſtinſtituts ergriffen daher jede Gelegenheit, auf die Ueberführung der Sammlungen ꝛc. in ein Gemeinde⸗ oder Staatsgebäude hinzuwirken. Im Frühjahr 1864 erbot ſich der Stadtvorſtand, welcher überhaupt den hieſigen forſt⸗ wiſſenſchaftlichen Unterricht von jeher ſtets in ſehr dankenswerther Weiſe gefördert hat, in der neu zu erbauenden Turnhalle die für den forſtlichen Unterricht erforderlichen Räume herzuſtellen. Es wurden auch Verhandlungen hierüber eingeleitet, doch kam die Sache nicht zur Ausführung. Im Juli desſelben Jahres richtete die Direction des Forſt⸗ inſtituts ihr Augenmerk auf das von dem verſtorbenen Profeſſor und Uni⸗ verſitätsbibliothekar Dr. Adrian bewohnt geweſene Gebäude; das Gr. Miniſterium entſchied aber durch Reſcript vom 3. October 1864, daß

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