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geben, d. h. von einander empfangen. Zur Vermittlung zwiſchen Beiden iſt ein ſtreng ſyſtematiſcher praktiſcher Unterricht in ſteter An⸗ lehnung an die theoretiſchen Lehrvorträge, der aber nicht zu weit gehen darf, unbedingt erforderlich, zumal für die Forſtwirthe Heſſen's, weil der frühere praktiſche Vorbereitungscurſus bei einem Revierverwalter hier ſchon lange nicht mehr exiſtirt. Die richtige Stellung iſt dieſem Unterricht dann gewahrt, wenn er als Anſchauungs⸗, Demonſtrations⸗ und Ergänzungsunterricht ertheilt, d. h. als Mittel zum vollen und klaren Verſtändniß der Theorie betrachtet wird. Eine Erweiterung deſſelben zum förmlichen Einübungsunterricht überſchießt das Ziel der Unterrichtsanſtalt und wirkt mehr ſchädlich, als nützlich.
Dieſem Programme hat der Herausgeber vom Beginne ſeiner Lehrthätigkeit ab nachgelebt. Die wiſſenſchaftliche Schule, welche er als Erbtheil ſeiner trefflichen Amtsvorgänger hier vorfand, ſuchte er nach allen Richtungen möglichſt gleichmäßig weiter zu pflegen; ſein Können iſt freilich immer hinter dem Wollen zurückgeblieben.
Durch die Vermehrung der forſtlichen Sammlungen, die Umge⸗ ſtaltung des akademiſchen Forſtgartens zu einem kleinen Verſuchsrevier, die häufigeren Excurſionen, welche oft zeitraubende Correſpondenzen und ſonſtige Vorarbeiten erfordern ꝛc., hatten ſich inzwiſchen die Ge⸗ ſchäfte ſo gehäuft, daß zur Unterſtützung für den Director des Forſt⸗ inſtituts ein ſtändiger Aſſiſtent erforderlich wurde. Auf den Antrag des Herausgebers(vom 17. Auguſt 1871) und den befürwortenden Bericht der akademiſchen Behörden genehmigte das Großherzogl. Mi⸗ niſterium des Innern 1872(5. April) die Anſtellung eines ſolchen zur Mithülfe bei der ordnungsmäßigen Erhaltung und Fortführung der Sammlungen, ſowie zur Unterſtützung bei den Verſuchs⸗ und den laufenden ſchriftlichen Arbeiten.
Als Aſſiſtenten fungirten ſeitdem:
1) Guſtav Hempel), früher im Königl. Sächſ. Staats⸗ forſtdienſt zu Waldgut bei Colditz, vom 1. September bis 8. November 1872.
¹) Jetzt ordentlicher Profeſſor der forſtlichen Productionsfächer an der K. K. öſterreichiſchen Hochſchule für Bodencultur zu Wien, zugleich Redacteur des ſeit 1. Januar 1875 beſtehenden Centralblattes für das geſammte Forſtweſen. Von Gießen aus kam Hempel zunächſt als Lehrer der Forſtwiſſenſchaft an das Prancisco- Josephinum, eine landwirthſchaftliche Anſtalt zu Mödling bei Wien
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