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Der forstwissenschaftliche Unterricht an der Universität Gießen in Vergangenheit und Gegenwart : ein Gedenkblatt zur Erinnerung an den 14. Juni 1881, den in Gießen ausgebildeten Forstwirthen und allen Anhängern des forstlichen Universitätsunterrichts / gewidmet von Dr. Richard Heß
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namhaftes Contingent von jungen Forſtwirthen zum Zwecke des Studiums hierher entſendet hatte, wurde der preußiſchen Monarchie einverleibt, ebenſo Hannover, Kurheſſen und Frankfurt a. M. Die Frequenz verminderte ſich wieder ohne Ausſicht auf Beſſerwerden, zumal die preuß. Regierung 1868 in Münden eine neue Concurrenz⸗ Anſtalt mit reichen Mitteln in's Leben rief. Guſtav Heyer erhielt den Ruf als Director derſelben und leiſtete, wohl mit Rückſicht auf dieſe Verhältniſſe, jedoch unter Wahrung ſeines Standpunktes als Anhänger des Univerſitätsprincip's 1), Folge. Mit Schluß des Winter⸗ ſemeſters 186%(7. März) ſchied er aus dem heſſiſchen Staatsver⸗ bande aus.

Die Wiederbeſetzung der hierdurch zur Erledigung gekommenen ordentlichen Profeſſor erfolgte Ende 1868(29. December) durch den Herausgeber. Wegen des vorgerückten Semeſters konnte der⸗ ſelbe ſeine Vorleſungen erſt im Sommerſemeſter 1869 beginnen. Auf Grund einer mit Eduard Heyer getroffenen Vereinbarung er⸗ folgte nun eine andere Regulirung der Lehrgebiete. Die ſeitherige Unterſcheidung in theoretiſche und praktiſche Disciplinen war, nach Anſicht des Herausgebers, keine glückliche und auf die Dauer auch nicht mehr haltbar, denn jede einzelne forſtwiſſenſchaftliche Disciplin hat ja, außer der theoretiſchen, auch eine praktiſche Seite. Wenn nun beide von verſchiedenen Docenten gelehrt werden, ſo fehlt offen⸗ bar die ubthige Vermittlung. Was der eine Docent vom Katheder herab als ſeiner Ueberzeugung nach richtig lehrt, wird vom anderen Doceuten im Walde vielleicht gar nicht gezeigt, oder es wird was ſchlimmer iſt bei Meinungsdifferenzen aus der Anſchauung im Walde das Gegentheil der gelehrten Theorie hergeleitet. Colliſionen dieſer oder ähnlicher Art ſind zumal auf waldbaulichem Gebiete, wo ſo viele verſchiedene Anſichten über einen und denſelben Gegenſtand neben einander herrſchen können, ganz unvermeidlich. Beſtehen aber die Hörer⸗ Curſe in den theoretiſchen und praktiſchen Vorleſungen aus verſchiedenen Perſonen daß ſich Beide nicht ganz genau decken, iſt ſchon in der vollſtändigen Studienfreiheit der Hörer auf den Univerſitäten be⸗ gründet, ſo iſt derjenige Docent, welcher die praktiſchen Uebungen leitet, um auch von Hörern verſtanden zu werden, welche die betreffen⸗

¹) Allgemeine Forſt⸗ und Jagdzeitung, Aprilheft 1868, S. 121.

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