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Der forstwissenschaftliche Unterricht an der Universität Gießen in Vergangenheit und Gegenwart : ein Gedenkblatt zur Erinnerung an den 14. Juni 1881, den in Gießen ausgebildeten Forstwirthen und allen Anhängern des forstlichen Universitätsunterrichts / gewidmet von Dr. Richard Heß
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Anordnungen von Jenem ſowohl in dieſer Beziehung, als auch in Bezug auf die Leitung des Unterrichts und Ueberwachung des Fleißes befolgen. Theoretiſche Vorträge durfte er nur in den Fächern: Forſthaushaltungskunde, Jagdwiſſenſchaft, Forſtbotanik, Wald⸗ bau und Forſtſchutz ankündigen, inſoweit der Director dieſe Disciplinen nicht etwa ſelbſt vorzutragen beabſichtige.

Wiederholte Klagen erhob ferner Hundeshagen über die ihm ſeit 1829(6. Mai) in verſchärſter Weiſe auferlegte Führung der Conduitenliſten ſeiner Zuhörer und andere hiermit im Zuſammenhang ſtehende Dinge.

Ein ganz weſentlicher Uebelſtand endlich war der gärzliche Mangel an Lehrmitteln. Bis Auguſt 1829 beſaß die neue Anſtalt ſo gut wie keine Sammlungen und Lehr⸗ requiſiten. Ferner fand Hundeshagen bei ſeiner Ankunft auch nicht eine einzige forſtliche Schrift in der Univerſitätsbibliothek vor. Erſt 1830(29. Mai) wurde zur Anſchaffung von geodätiſchen In⸗ ſtrumenten, phyſikaliſchen Apparaten, forſtlichen Geräthen und Modellen, ſowie Büchern ein einmaliger Betrag von 1528 fl. verwilligt, von welchem Hundeshagen aber nur 570 fl. zugetheilt erhielt. Der Reſt kam auf Zamminer(Oberforſtrath in Darmſtadt) und Heyer. Jährliche Credite zu ſolchen Anſchaffungen erfolgten erſt viel ſpäter (von 1845 ab) und überdies Anfangs noch ſehr ſpärlich.

Auch die verſprochene Einräumung einer geeigneten Oertlichkeit zur Anlage einer Saat- und Pflanzſchule verzögerte ſich aus ver⸗ ſchiedenen Gründen in auffallender Weiſe. Dieſer Umſtand wirkte um ſo ſtörender auf den praktiſchen Demonſtrationsunterricht, als der früher von Walther adminiſtrirte ehemalige Amtsgarten inzwiſchen zum botaniſchen Garten ¹) der Univerſität eingerichtet und der Direction des betreffenden Ordinarius unterſtellt, mithin den ſpeciell forſtlichen Unterrichtszwecken entzogen worden war.

Die erſten einleitenden Schritte zur Beſchaffung eines Pflanz⸗ gartens waren im Auguſt 1824, alſo kurze Zeit nach dem Eintreffen Hundeshagen's in Gießen erfolgt. Um dieſe Zeit wählte der

¹) Vergl. den Auffatz:Der botaniſche Garten in Gießen, von H. Hoffmann (Botaniſche Zeitung, 13. Jahrg. 14. Stück vom 6. April 1855, S. 233). Feruer Darmſtädier Zeitung vom 13. Februar 1861, S. 241.

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