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divi⸗ für die Fernhaltung einer Auflöſung aller Erkenntnißeinheit in unzäh⸗ 1t. lige, unzuſammenhangende Einzelnheiten, einzuſehen.
aué
heile Nachdem ſich Herr Schleiermacher bei der Geſundheitslehre für urch die reine Experimentalrichtung erklärt hat, ſollte man erwarten, wie eer werde dieſelbe Behandlungsweiſe der Krankheits⸗ und Heilungs⸗ ſie lehre empfehlen; doch dem iſt nicht ſo, ſondern er ſagt bloß:
rund
man„Im vierten Semeſter werden als beſondere Vorleſungen genannt: igen allgemeine Pathologie, allgemeine Therapie, allgemeine Chirurgie, mit Diätetik; im fünften Semeſter ſpecielle Chirurgie; im ſechsten Seme⸗ die ſter operative Chixurgie; im ſiebenten Semeſter Semiotik mit akuſti⸗ ich. ſcher Diagnoſtik.“
Ler⸗
urch Im Studienplan aber heißt es ausdrücklich: Semiotik mit akuſti⸗ dem ſcher und chemiſcher Diagnoſtik. Es iſt dann in den Bemerkungen den weiter geſagt:—
chen
noch„Die allgemeine Pathologie und Therapie bildet eine Art von elbſt Einleitung in die Lehre von den verſchiedenen Krankheiten des Men⸗ eren ſchen und der Heilung derſelben, ſie behandelt die Arten und Urſa⸗ ſtets chen der Krankheiten, die auf den menſchlichen Körper wirkenden als äußeren und inneren ſchädlichen und heilſamen Einflüſſe, und damit alle die Düätetik, die Zeichenlehre, Semiotik und die Lehre von den gar Krankheitszuſtänden, Symptomatologie,(deren im Studienplan nir⸗ ſch⸗ gends Erwähnung geſchieht, die aber in neueren Zeiten und auch zahl gewiß ſehr zweckmäßig häufig mit der Semiotik gemeinſchaftlich ſich behandelt wird), endlich die allgenieine Lehre von der Heilung gei der Krankheiten und den verſchiedenen Methoden, dieſe zu bewerk⸗ ver, ſtelligen. Ein zuſammenhängender Curſus über allgemeine Patho⸗ rer logie und Therapie in dieſem Sinne erſcheint uns dem in die ein⸗ den zelnen Disciplinen zerriſſenen, die neben oder nach einander vorge⸗ tig⸗ tragen werden ſollen, jeden Falls vorzuziehen ſeyn. Tief kann der nen Vortrag in keinen einzigen dieſer Gegenſtände eingehen, denn dieß iner würde eine ſchon tüchtige Kenntniß der ſpeciellen Pathologie und kten Therapie vorausſetzen. Eine beſondere Vorleſung über allgemeine ben. Therapie gegen Ende des mediciniſchen Curſus könnte dagegen ſehr ſter erſprießlich werden, wenn darin, nunmehr nach erlangter Einſicht
ben, in das Einzelne, die Heilmethoden nach ihrer verſchiedenen Bedeu⸗


