68
Allein ich glaube mich nicht zu irren, dafs die Zeit dieser Practiker vorüber ist. Zunächst und hauptsächlich brauchen wir sie in Deutschland nicht mehr. Städte und Land sind mit ihnen überfüllt, sie fressen einander auf, ihre Ueberzahl ist die Ursache des Verfalls des ärztlichen Standes. Solche Leute, die in ärztearmen Ländern noch sehr nützlich und nöthig seyn könnten, bedürfen die Staaten Deutschlands und das Groſsher- zogthum nicht mehr; im Gegentheil der Staat mufs auf Min- derung ihrer Zahl ausgehen und dazu hat er kein edleres und besseres Mittel, als dals er die Forderungen an seine Aerzte höher spannt, so wie er auch reichlichere Mittel zu ihrer Bildung giebt. Gehen wir deſshalb aber von dem Zweck aus, junge Männer zu Aerzten zu bilden, welche den menschlichen Körper nicht nur historisch in seinen gesunden und kranken Zuständen, als isolirten Gegenstand kennen, der lauter beson- dere unverstandene und wunderbare Räthsel darbietet, sondern solche, dio auch in dem menschlichen Körper die Kräfte und Thätigkeiten der gesammten Natur wirksam erblicken, die deren specielle und verwickelste Manifestation im Menschen für nur verständlich durch das Studium jener Kräfte und Thätigkeiten überhaupt erachten, die in jedem einzelnen Falle gesunder und kranker Lebenserscheinungen nur eine Erklärung und Hülfe aus der Kenntnils der Gesetze, nach welchen jene Kräfte wirksam sind, hoffen;— setzen wir das Ziel unseres Strebens in die Bildung solcher Aerzte, so halte ich die Forderung einer Dis- serlalion und einer Disputalion für kaum einer Discussion unterworfen. Solchen Leuten wird diese Leistung keine be- sondere Schwierigkeit bieten, und die Forderung selbst ist daher nur einée Demonstration dessen, was man von denjenigen, die sich zu Aerzten bilden wollen, erwartet. Wer in sich nicht den Fond und die Kräfte zu solchen Leistungen findet, der wird von einem Studio davonbleiben, bei welchem solche Individuen nicht mehr vermifst werden. Ich erblicke daher mit einem Worte in dieser Forderung eine Garantie mehr (so wie wir solche in einer tüchtigen Schulbildung etc. er- blicken), dafs sich nur Individuen mit dem Studio der Me- dicin beschäftigen, die mehr als ganz gewöhnliche Kräfte, Ausdauer und Fleifs in sich verspüren und vertheidige aus
diesem Auſserd eine s feierlich Eideslei zuführen innerung parieles überstan, Es dals bis und seit Baden u allen Z0 Doctory dals ein durch d der Ven wird, n die Gar ist die Einfluss In Baien worden, gesleige hehalten En Sungen Bildung solchen sie wur- chen Hi irgend! Erfülun, und Pre hesila- 2 kleine 5
chen, de


