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Beleuchtung der Bemerkungen eines Grofsh. Hess. Arztes Dr. * über die neue Grofsherzogl. Hess. Prüfungsordnung für Mediciner / Dr. Theod. Ludw. Wilh. Bischoff, Professor der Anatomie und Physiologie
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minder eclatanten Beweis für meine Ansicht liefert hier das practicum im chemischen Laboratorio. Dieses Praclicum wird von 60 Studirenden besucht, von denen höchst wahrscheinlich kein Einziger zum Behufe des Staatsdienstes jemals in die Lage kommt, in dieser Richtung der Chemie examinirt zu werden. Die einzige wahre und zuverlässige Politik eines Lehrers ist seine Pflicht zu thun und thut er diese gewissenhaft und freu, so fällt ihm Alles, was er sonst bedarf und wünscht, von selbst zu.

Hiermit habe ich die Haupleinwürfe, welche unser Herr Dr. in seiner Broschüre gegen unser Reglement erheht, beleuchtet und beseitigt. Was nun noch folgt, betrifft nur Neben- sachen, die, mögen sie so oder so angeordnet seyn, das Wesen des Reglements und seinen lief eingreifenden Einfluls auf den Gang unserer med. Studien und die Facultätsverhältnisse nicht so wesentlich berühren. Ich will indessen auch diese Einwürfe und Bemerkungen verfolgen und zeigen, wie sie meist unbe- gründel oder so bedeutungslos sind, dafs sie offenbar nur Zu- thaten sind, um den Hauplzweck durch Abrundung etwas zu verdecken. Von den bisher behandelten Punkten: Von der Freigebung der Studien, von der Wahl und Festsetzung der Prüfungsgegenstände, von der Art der Abstimmung, von der Oeffentlichkeit, von der Bestimmung der Prüfungsgegenslände durch das Loos, hängt aber das künftige Schicksal und der Erfolg nicht nur der Prüfung, sondern, wie gesagt, auch der Studien in der Art ab, dals es meine feste Ueberzeugung ist, wird in einer dieser Hinsichten irgend eine wesentliche Aen- derung vorgenommen, so wird der Erfolg mehr als zweifelhaft und die Consequenz des Ganzen gestört seyn.

Folgen wir aber unserem Hrn. Dr., so will er Seite 45 die schriftlichen Arbeiten jedem Facultätsmitglied einen Tag vorgelegt haben, von welchem die Censurnummer heanstandet werden kann, worauf sodann eine Facultätssitzung entscheiden soll. Ich halte diese Forderung für eine leere Formel, die schwerlich jemals zu irgend einem wahren Wohle, leicht aber zur Befriedigung persönlicher Sympathien und Antipathien, und

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