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Therapie, die überhaupt nur eine Hülfsdisciplin zur praclischen Heilkunde ist, von der rücksichtlich ihrer höheren Dignität für den Arzt gar keine Rede seyn kann, mit deren gelahrten Demonstrationen eines Knochens der Arzt nicht einmal bei einer Leichenöffnung elwas zu thun hat; von deren Professor man gar nicht einsieht, wie er zu der factischen Bevorzugung einer practischen Prüfung kommt“(Seite 39);— diese Analomie und mit ihr die Physiologie, sie müssen nach dem ganz unparthei- ischen Urtheile und Vorschlage des Irn Dr., sine ira el studio, auch noch eine Censurnummer erhalten! Da darf ich, der Pro- fessor der Analomie und Physiologie, der Vertreter dieser Fächer, ja wohl auch mit aller Bescheidenheit ein Wörtchen zu Gunsten derselben sagen? Da darf ich ja wohl sagen, wie es mir schon von vielen Seiten gesagt worden ist, dals der Ana- tomie und Physiologie allerdings in dem Examen nicht diejenige Geltung gegeben ist, auf welche sie den gerechtesten Anspruch pei allen Urtheilsfühigen machen kann und muſs.
Nach dem Reglement wird, wie ich auch schon oben er- wähnte, in der Analomie eigentlich nur in der practischen Prü- fung examinirt und das Resultat dieser Prüfung concurrirl daher nur mit einer Nummer zur Gesammtcensur. Zwar ist auch noch bei der schriftlichen Prüfung ein Tag für„Analoinie und Physiologie“ beslimmt. Allein es liegt in der Natur der Sache, dafs die hier aulgegebenen Fragen mehr physiologischer Natur sind und höchstens nur die feinere Anatomie umfassen. Jeden- falls pringt diese schriftliche Prüfung auch nur eine Nummer, und da in der mündlichen Prüfung auch nur eine Nummer durch Physiologie und vergleichende Anatomie gewonnen wird, so kann man jedenfalls sagen, dals die Anatomie nur eine Theilcensur liefert, ebenso die Physiologie eine und die ver- gleichende Analomie eine. Nun frage ich Jeden, was hat es für eine Begründung, dals die Heilmittellehre, die theorelische Medicin, die Psychiatrie, die Staatsarzneikunde jede zwei Theil- censuren liefern, während so umfassende Disciplinen, die sich so leicht in zahlreiche andere spalten lassen und wirklich schon im Leben und Unterrichte gespalten sind, jede nur eine Theilcensur geben? Liegt darin irgend eine Bevorzugung dieser Disciplinen ausgedrückt? Der Studirende beklagt sich ferner ganz gewils


