Druckschrift 
Beleuchtung der Bemerkungen eines Grofsh. Hess. Arztes Dr. * über die neue Grofsherzogl. Hess. Prüfungsordnung für Mediciner / Dr. Theod. Ludw. Wilh. Bischoff, Professor der Anatomie und Physiologie
Entstehung
Seite
52
Einzelbild herunterladen

52

Diagnostik, die nothwendig jedesmal bei allen Prüfungen in der Therapie, Chirurgie und Geburtshülfe mit zur Sprache kommen, in ihrer Bedeutung und in der Nothwendigkeit ihrer selbst- ständigen Vertretung in dem Examen an die Seite stellen und mit diesen zu vergleichen versucht. Er weis zu gut, daſs die anatomische Ermittlung der krankhaften Veränderung der Organe bis jelzt noch einen so wesentlichen Theil aller unserer Kenntnisse über den pathologischen Vorgang im Allgemeinen ausmacht und so sehr zur Basis der Diagnoslikk und Therapie, als auch der Theorie der Krankheit dient, dafs sie zu viele allgemeine wich- tige Lehren darbielet, als dafs ihr Studium nicht als ganz be- sonders nöthig im Examen garantirt seyn mülste. Ich halle es für überflüssig ein Wort weiter darüber zu verlieren; nur will ich für auswärlige Leser bemerken, dals ich hier nicht Lehrer und Examinator in der pathologischen Analomie bin.

Was soll man nun aber dazu sagen, wenn derselbe Hr. Dr.**, der es für unnöthig findet, die pathologische Ana- tomie in das Examen aufzunehmen und in demselben zu ver- treien, es Statt dessen ferner sehr tadelt, daſs die Diätetik und die Toxicologie nicht als besondere Prüfungsfächer eingeführt worden sind, und aufserdem auch noch der fleilmiflellehre zwei Censurnummern, eine für Pharmacognosie und Pharmacie, und die zweite für Pharmacodynamik und Arzneiverordnungslehre zuertheilt wissen will. Soll man da glauben, dals dieser Vor- schlag aus Unwissenheit und Urtheilsunfähigkeit entsprungen ist? Soll man glauben, dals der Hr. Dr. nicht wisse und zu beurtheilen verstehe, dafs Diätetik und Toxicologie zwei Neben- fächer sind, die, wenn sie auch ganz gewilſs recht wichtige Lehren für den Arzt enthalten, dennoch kaum als eigene Disci- plinen sich geltend machen können und noch weniger mit irgend einem Grunde als ein sehr unnöthiges Onus als eigene Prüfungsfächer aufgenommen werden dürfen, da die für sie erforderlichen Kenntnisse durchaus genügend bei der Prüfung in Chemie, Heilmittellehre und Therapie erforscht werden können? Soll man glauben dals der Hr. Dr. nicht einsehe und fühle, wie unnöthig und unpassend es ist, bei der mündlichen Doctorprüfung noch in weiterer Ausdehnung über Pharmacognosie und Pharmacie zu prüfen, als dieses in der Prüfung über Pharmakodynamik und

Arzmeiverord schon vorher lanik geprült hedacht habe Weise wie Heilmittellehr Geburtshülfe mit Leichtigk Dulzende vo- für sie ans mindestens von ganz? sind? Soll Spaltung all ordnung der selbe für hin und münqdlie geprüll wird Gewils und urtheis ganz deullic Professor d einzigen Lo ein Loh zu diesem Vor in der Heil misch- Dhar tetik, dritt wWanrscheinh Pharmacog makodynam jellenfalls und mündl um bessere welehen de vnfebe G rülungsord

und Verhe