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ist. Ich habe die volle Ueberzeugung, daſs unsere Studirenden diese Umterscheidung zu machen im Stande sind und sich auch danach riehten. Es wird immer momentane Einflüsse geben, welche sie eine Zeitlang irre machen können. Eine etwas ab- stofsende, ungefällige Form eines Lehrers wird den Studirenden vielleicht eine Zeitlang den fruchtbaren und trefflichen inneren Kern verkennen lassen; und eine glänzende renomistische Form über die innere Leerheit täuschen; eine Schmeichelei und Buh- lerei um seine Gunst, das Aushängeschild der akademischen und politischen Freiheit bei Verrath des wahren Wohles, wird ihn eine Zeitlang berücken und der strenge und ernste Examinalor von ihm zurückgesetzt werden; Gevatterschaften aus der Pro- vinz, Landsmannschaften und Verbindungen werden sich bemühen, den einen Lehrer zu begünstigen und den anderen zu verfolgen; — allein dieses Alles, es hat keinen Bestand. Zulelzt wird es doch klar, welcher Lehrer seinem Fache gewachsen ist, welcher sich demselben treu und ernst widmet, bei welchem mit einem Worte, etwas gelernt wird, und die Schüler werden sich an ihn wenden. Die sogenannte akademische Aura popularis ist nur Zeitweise irreleitend und blendend vertheilt; von ihrer Irreleitung braucht der Staat für seine Absichten und Zwecke Nichts zu fürchten; er mufs sich nur nicht selbst von ihr irre leiten lassen. Diese Irreleitung wird um so mehr verschwinden, und die Leislung zuletzt allein entscheiden, je mehr überhaupt die Professoren an persönlichem Einflufs auf das äufscre Ge- schick der Studirenden im Examen u. dgl. verlieren, und die von ihnen vertretene Sache an Einflufſs gewinnt. In allen diesen Beziehungen wird also ein Studienzwang ebenso unnöthig als unmöglich seyn.—
Aus dem Gesagten mag sich nun unser Hr. Dr. zur Widerlegung des von ihm Vorgebrachten herausnehmen, was und so viel er will, ich glaube nicht, daſs irgend eine seiner Vorbringungen unbeantwortet bleiben wird, obgleich ich Alles vermieden und unberührt gelassen habe, was sich im Allgemeinen über eine freie geistige und wissenschaffliche Entwicklung nach den Bedürfnissen der Individualität, und über die Nachtheile einer Hemmung und Unterdrückung dieser Entwicklung durch
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