Druckschrift 
Beleuchtung der Bemerkungen eines Grofsh. Hess. Arztes Dr. * über die neue Grofsherzogl. Hess. Prüfungsordnung für Mediciner / Dr. Theod. Ludw. Wilh. Bischoff, Professor der Anatomie und Physiologie
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen

16

ich meine den jüngst von dem Königl. Preufs. Geh. Med. Rathe Dr. Schmidt in Berlin in seinem Entwurf zu einer Reform der Medicinalangelegenheiten in Preufsen entworfenen Plan. Ich bin überzeugt, würde man ihn allen deutschen Facultäten zum Be- richt zuschicken, ale würden an ihm, und jede etwas Anderes, zu tadcln finden, wie ich ihn denn auch selbst practisch geradezu für unausführbar und defshalb für verfehlt erachte.

Man bedenke auch nur wie ohnmöglich die Sache in sich ist, einen solchen für alle Fälle und Lagen passenden Plan zu entwerfen, während die Verhältnisse überall verschieden und wechselnd sind. Der Plan mufs und müſste doch das Ideal einer Anordnung medicinischer Studien enthalten. Je mehr er dieses erreichte, um so unwandelbarer mülſste an ihm festge- halten werden; denn wenn vollkommen gut, so muſs er auch vollkommen nothwendig so und nicht anders befolgt werden. Aber im Leben findet sich nie die Möglichkeit der Ideale, man muſs ihnen zu- und abgeben können; das verträgt aber ein solcher Plan nicht, wenn er als strenge Vorschrift befohlen ist. Die tausend Ausnahmsgesuche und Ausnahmen würden ihn

bald unterhöhlen, und er auch nur ein Gesetz seyn, gegeben,

um es zu umgehen.

Dazu erwäge man ferner die lebendige Entfaltung und Entwicklung der Wissenschaft selbst. Disciplinen, die sonst nach ihrem Umfang leicht sich in dem Zeitraum eines Semesters behandeln liefsen, sind so angewachsen, daſs sie gespalten werden muſsten; ganz neue haben sich entwickelt; andere verlieren ihre Bedeutung und müssen untergehen, wenn es gleich leider nur langsam damit geht. Wie kann ein streng vorgeschriebener Plan dem Allem folgen. Heute palst er, morgen stürzt sein schönes Gebäude durch eine einzige Aen- derung zusammen, denn je besser er ist, um so nothwendiger mufs Alles so und nicht Anders angeordnet seyn, und aufein- ander folgen.

Endlich aber kommen wir auch an die Personen. Jeder Professor hält natürlich sein Fach für das allerwichtigste und unenthbehrlichste. Dieses darf vor Allem in dem Plane nicht fehlen. Alle zu demselben gehörigen Disciplinen müssen schlech- terdings in den Plan, sie sind integrirend, theils schon an und

für zich, U ein, dals mnenthehrli wird. Jed mit Recht. seiner Vor lüssig; sie gesunden man Sich leieht Sell reichlich: eigene besonder üher del Gerne u machen, in den 8. ist zu gre Uebermal täͤglch 6 aulaulad mülste( muls al verfahren wir such von Ohel Verkehrl Im bald. N grirend ausfindii anderen und nül wissen, Sonders einer un nden in Verh