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Beleuchtung der Bemerkungen eines Grofsh. Hess. Arztes Dr. * über die neue Grofsherzogl. Hess. Prüfungsordnung für Mediciner / Dr. Theod. Ludw. Wilh. Bischoff, Professor der Anatomie und Physiologie
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ſinden, doch die groſse Mehrzahl derselben schon, mit einem so entwickelten Urtheile und Bewulstseyn über ihren Zweck und die Mittel denselben zu erreichen, die Universität beziehen, dafs es durchaus als unnöthig und defshalb auch als ohn- möglich erscheint, sie noch an dem Gängelbande der Er- ziehung zu führen. 4

Der anonyme Dr. Med., der apocryphe Schreiber der in Rede stehenden Broschüre, obschon er auf unserer Universilät lebt, hat natürlich wenig oder keine Gelegenheit solche Er- fahrungen zu machen. Ich habe aber jelzt 14 Jahre als Lehrer auf drei deutschen Universitäten zugebracht, bin im Universiläts- leben aufgewachsen, und mein näherer Beruf bringt mich gerade mit den jüngeren Studirenden, mit den Ankömmlingen in viele Berührung, die ich auch immer gerne gesucht und gepflegt habe. Ich habe allerdings darunter Manchen kennen gelernt, der noch sehr befangen oder unbefangen, ralhlos und falsch berathen, unklar mit sich und seinem Zweck die Universilät bezog. Allein weit öfter bin ich erstaunt über die Sicherheit, Beslimmtheit und das klare Bewufstseyn, welches diese jungen Leute milbrachten. Sie wuſsten sehr gut was sie wollten, es fehlte ihnen nicht im Mindesten an der Erkenntnilſs der Schwierigkeit dessen, was sie im Auge hatten, sie kannten meist die Mittel zur Erreichung desselben sehr gut. Ich hörte sehr oft ein Urtheil üher wissenschaflliche Richtungen, über Männer der Wissenschaft und Lehrer der Universitäten von diesenFüchsen, die mit grölster Sicherheit und oft nicht nnrichtig vorgetragen wurden. Ja ich fand nicht selten voll- kommene Unzugänglichkeit für Rath und Hülle, weil diese Herren schon so fest in ihrem Urtheil und ihrer Erkenntnilſs standen, daſs sie deren vollständig entbehren zu können über- Zeugt waren.

Wie? fragte ich mich oft, sind das die Menschen, die so unbehülflich und rathlos, so schwankend und unsicher die Uni- versität beziehen, dafs sie gleich von schützenden und schir- menden Händen empfangen und geleilet werden müssen, die unfähig sind, über ihre wahren geistigen Interessen zu entscheiden, die das Ziel und die Mittel nicht ermessen und erwägen können, und deſshalb väterlicher Leitung bedürfen, die

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