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so ganz leicht will ich es dem Hr. Dr. doch nicht machen. Ich will ihm die Gründe vorzählen, welche, wie ich nicht zweifle, unsere med. Facultät und unsere hohe Staatsregierung bewogen haben, unseren Medicinern das gefährliche Geschenk der Frei- heit zu machen.
Der erste ist der, daſs die Erfahrung für jeden Kundigen erwiesen hat, daſs die Maafsregel, den Erfolg der Studien durch Vorschriften über den Besuch der Vorlesungen zu sichern, ihren Zweck verfehlt. Ich behaupte dieses für die Medicin Studirenden, deren Entwicklungsgang mir allein hinreichend bekannt ist, an der Hand der Geschichte auf das Entschie- denste.
In früheren Zeiten dachte Niemand an Studienzwang, jeder konnte studiren was er und wie er wollte; auch die Rechen- schaft, welche man über das Gelernte zuletzt forderte, wenn es zur Anwendung kommen sollte, war sehr gemäſsigt. Man sagt, der Erfolg war gut. Jene Zeiten zählten wenigslens eben- soviel ausgezeichnete Männer, die thätig und schöpferisch in das Rad der Wissenschaft eingriffen, als unsere Zeit der allgemei- nen Mittelmälsigkeit. Aber ich gebe auf dieses Argument Nichts. Neben jenen Ausgezeichneten war die Unwissenheit, die Rohheit, die Dreistigkeit ebenso grofs, wie wir sie jetzt Goit sey Dank selten mehr finden. Zu jenen Zeiten war die Zahl der Studirenden viel geringer, es führte meist nur ein wahrer innerer Beruf und Drang zum Studium; heut zu Tage aber bedürfen die Staaten eine gröfsere Zahl unterrichteter Leute; und dieses vermehrte Bedürfnils führte nun bald auch viele Individuen zu den Studien, die weder einen inneren Beruf, noch Fähigkeiten und Fleils genug halten, um später den an sie gerichteten Forderungen im Leben zu genügen. Der Staat ergriff daher zunächst Maafsregeln, um die Unberufenen und Unwissenden von der Möglichkeit Schaden zu stiften abzuhalten; die Examina wurden verschärft und als es sich bald zeigle, dafs die Facultäten ihre Pflichten in dieser Hinsicht keineswegs mit der nöthigen Gewissenhafligkeit erfüllten, errichtete man die s. g. Staatsprüfungen. Allein der Andrang zu den Stu- dien und dann auch zu den Prüfungen dauerte nicht nur fort, sondern vermehrte sich noch, besonders nach den Kriegen


