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Beleuchtung der Bemerkungen des Großh. Hess. Geh. Raths Herrn Dr.A.A.E. Schleiermacher über denjenigen Theil des für die Großh. Hess. Landesuniversität zu Gießen festgesetzten Studienplans, welcher die Candidaten des Gymnasiallehramts aus dem philologischen Gesichtspunkte betrifft. / von Dr. Friedrich Osann, Professor der Beredtsamkeit und Director des philologischen Seminars an der Großh. Hess. Landesuniversität zu Gießen
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Von der Grammatik wendet ſich H. Schl. zu den angeblich ungebührlichen Zumuthungen, die der Studienplan rückſichtlich der Lectüre der Claſſiker mache. Es werden letztere einzeln aufge⸗ führt, ohne daß gegen die unzweckmäßige Zuziehung des einen oder des andern im Einzelnen Ausſtellungen erhoben werden, ſon⸗ dern es wird darüber nur im Ganzen S. 49 alſo geurtheilt:Hier erhalten wir alſo in jedem Semeſter ohne die Grammatik und alle die übrigen Lehrgegenſtände neben dem Beſuche des philolo⸗ giſchen Seminars noch eine Vorleſung über einen Griechiſchen und eine über einen Römiſchen Schriftſteller. Hierzu nur gleich die Bemerkung, daß da dieſer Beſuch kein obligatoriſcher iſt, dieſe angebliche Ueberladung eine von H. Schl. fingirte iſt und ihre Weiſung durch das oben im Allgemeinen über dieſe ver⸗ meintliche Ueberfüllung Bemerlte erhält. Er fügt aber unmittel⸗ bar hinzu:Und doch iſt es nur fleißiges Studium, viele und aufmerkſame Lectüre, welche den Philologen zum wahren Philo⸗ logen machen kann; aus den Collegien hat er dazu nur die An⸗ leitung zu ſchöpfen; bei ſieben, acht oder gar neun derſelben in jedem Semeſter bleibt ihm aber zum Selbſiſtudium keine Zeit übrig. Auch darüber können wir hinweg gehen, da aus dem Obigen ermeſſen werden kann, ob durch den Beſuch von drei oder vier täglichen Stunden dem Selbſtſtudium alle Zeit entzogen werde, wobei nur noch zu erinnern iſt, daß ein akademiſcher Leh⸗ rer ſeine Aufgabe unzweifelhaft verfehlen würde, wenn ſeine Vor⸗ träge nicht im Stande wären, gerade ein Selbſtſtudium über die vorgetragenen Gegenſtände zu erwecken, das wir wenigſtens in der durchaus angerathenen fleißigen ſ. g. Repetition der gehörten Vorträge vorausſetzen und zu veranlaſſen unabläſſig bemüht ſind. Die Spitze jener Ausſtellungen enthält der unmittelbar ſich an⸗ ſchließende Schlußſatz:Auch erachten wir es gar nicht für nöthig, daß der künftige Gymnaſiallehrer bei dem Abgang von der Univerſität alles das in ſich aufgenommen hat, was ihm hier eingetrichtert werden ſoll. Denn entweder ſetzt er nach Be⸗ endigung der Univerſitätsjahre ſeine claſſiſchen Studien bis zu der Zeit, wo er als Gymnaſiallehrer unmittelbar davon Anwen⸗

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